Amoklauf von Würzburg: Messerstecher soll in die Psychiatrie

Trauerkerzen und Blumen, sowie ein Kranz der Stadt Würzburg, vor dem Kaufhaus Woolworth am Barbarossaplatz. Foto Nicolas Armer/dpa

Messerstecher von Würzburg soll nach Amoklauf in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden

Nach dem Amoklauf am Barbarossaplatz: Der Messerstecher von Würzburg soll nach dpa-Informationen in einer Psychiatrie untergebracht werden. Derzeit ist er noch in Untersuchungshaft in einem Gefängnis in Würzburg.

Allerdings soll er am Dienstagnachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der darüber entscheiden soll, ob der 24-Jährige in einer psychiatrischen Einrichtung unterkommen wird. Zuvor hatte die „Main-Post“ über die Pläne berichtet. Die Ermittler wollten diese Informationen zunächst nicht bestätigen.

Der Somalier hatte am 25. Juni in der Würzburger Innenstadt auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen eingestochen. Drei Frauen starben, fünf wurden lebensgefährlich verletzt. Zudem gab es vier Leichtverletzte.

Die Ermittler prüfen, ob der Mann islamistisch motiviert war. Gleichwohl gibt es Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung. Der 24-Jährige wurde 2015 in Deutschland erstmals registriert. Seither war er mehrmals wegen psychischer Probleme aufgefallen. Bisher hatten die Behörden nach eigenen Angaben aber keine Hinweise darauf, dass der Mann andere Menschen gefährden könnte. Die Voraussetzung für eine dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie lag den Ermittlern zufolge nicht vor. (dpa)

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