Weil Mozart mit Evelyn Meining die Fußgängerzone rockt

Mozartfest-Intendantin Evelyn Meining. Foto Dita Vollmond

Würzburg verlängert Vertrag mit Mozartfest-Intendantin Evelyn Meining bis 2029

Mit Verve leitet Intendantin Evelyn Meining das Mozartfest. In diesem Jahr führt sie es trotz Pandemie zu seinem 100. Jubiläum unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten. Evelyn Meining hat das Mozartfest seit Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 2013 in der deutschen Festivallandschaft neu positioniert. Und sie hat es zielstrebig künstlerisch, inhaltlich, strukturell und personell weiterentwickelt. Aus diesem Grund war es Wunsch der Stadt Würzburg, den Vertrag mit Evelyn Meining zu verlängern. Ihr neuer Vertrag schließt sich nahtlos an den laufenden an und umfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis 31. Juli 2029.

OB: „Mozartfest-Intendantin Evelyn Meining sitzt in keinem Elfenbeinturm“

„Das älteste Mozartfest Deutschlands, unser Mozartfest, wurde unter der Intendanz von Evelyn Meining zu einem führenden Kulturereignis in Bayern“, bringt Oberbürgermeister Christian Schuchardt seine Wertschätzung zum Ausdruck. „Evelyn Meining sitzt in keinem Elfenbeinturm, obwohl sie über umfangreiche Fachexpertise verfügt. Sie schafft vielmehr den Spagat zwischen intellektuellem Diskurs und einfach zugänglichen Formaten wie beispielsweise den Konzerten mit dem Blauen Eumel, zwischen hohem künstlerischem Anspruch und barrierefreiem Zugang für alle Menschen, zwischen Residenz und Fußgängerzone. Dank Evelyn Meining erreicht das Mozartfest Jung und Alt, Fachleute wie Musiklaien. Die Stadt Würzburg hat es Evelyn Meining zu verdanken, dass das Musikfestival zu einem Leuchtturm von Stadt und Region mit internationaler Ausstrahlung wurde und dabei auch große Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit erfährt.“

Neue Formate halten das Mozartfest frisch

Evelyn Meining bereicherte das Mozartfest seit Beginn ihrer Intendanz mit zahlreichen neuen Formaten. Zu nennen sind beispielsweise das MozartLabor, die Jupiternacht, Bruckner am Dom, die Gesprächsreihe „Allzeit“, die Hof-Gala, die Lounge Amadé. Meining entwickelte das Mozartfest dynamisch weiter und verankerte es in der Stadtgesellschaft, teilt das Würzburger Rathaus mit.

Jedes Festival steht unter einem anspruchsvollen Thema, über das Fragestellungen der Gegenwart aufgegriffen und in künstlerischer Weise diskutiert und reflektiert werden. „Evelyn Meining gelingt es aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihrer Kompetenz und ihrer hervorragenden Vernetzung, herausragende Stars der Alten Musik ebenso nach Würzburg zu locken wie jährlich wechselnde Artistes étoiles und zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten, die das Mozartfest deutlich in der Gegenwart verankern“, bestätigt Kulturreferent Achim Könneke.

Mozartfest-Intendantin-Evelyn-Meining
Nach der Vertragsunterzeichnung (v.r.): Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Evelyn Meining, Intendantin des Mozartfestes, und Kulturreferent Achim Könneke. Foto Claudia Lother

Mozartfest als „herausragender Botschafter Bayerns“

Unter der Ägide Meinings wurde das Mozartfest durch das Bayerische Kultusministerium als „herausragender Botschafter Bayerns in der gesamtdeutschen Musiklandschaft“ gewürdigt. Während das Mozartfest bis 2013 vom Freistaat finanziell gar nicht gefördert wurde, konnte die Förderung seit 2014 (50.000 Euro) schrittweise auf heute 800.000 Euro für das Jubiläumsprogramm 2021 gesteigert werden. Zum Jubiläum konnte für 2021 erstmalig auch erfolgreich eine Bundesförderung von 300.000 Euro eingeworben werden. „Nicht zuletzt hierdurch und durch die Teilnahme des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am Eröffnungskonzert der Hundertjahrfeier wird die nationale Relevanz des Mozartfestes aufs Schönste bestätigt“, freut sich auch Kulturreferent Könneke.

Evelyn Meining freut sich auf die nächsten Jahre, um das Mozartfest bis 2029 weiterzuentwickeln. Sie betont: „Dass wir trotz der Corona-Pandemie 2020 so viel erreicht haben und auch jetzt, im Jubiläumsjahr des Mozartfestes, für die Menschen da sein werden, verdanken wir der Stadt, dem Team und der gewachsenen Zusammenarbeit mit unseren Medienpartnern. Das große Vertrauensverhältnis und die positive Erfahrung der letzten beiden Jahre haben mich darin bestärkt, das Mozartfest weiter in die Zukunft zu führen. Kontinuität ist in diesen unruhigen Zeiten in der Kultur wichtiger denn je.“

„An Mozart fasziniert seine Gegenwart“

Evelyn Meining will weiterhin ihr Augenmerk darauf legen, dass die Musik die Menschen erreicht. „An Mozart fasziniert seine Gegenwart, dass seine Musik immer wieder neu zu uns spricht. Auf die bedeutende Tradition des Mozartfestes bauend geht es darum, erlebbar zu machen, wie ungebrochen aufregend und aktuell seine Musik ist.“

Evelyn Meining war von 1999 bis 2013 Programmdirektorin und Prokuristin beim Rheingau Musik Festival. Zusätzlich war sie von 2008 bis 2012 verantwortlich für die Pro Arte Konzerte an der Alten Oper Frankfurt. Von 1994 bis 1999 war die studierte Sängerin und Kulturmanagerin Orchester- und Konzertmanagerin am Staatstheater Darmstadt. Evelyn Meining lehrt im Bereich Kulturmanagement an den Musikhochschulen Mannheim und Karlsruhe, wo sie auch stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates ist. Seit Juli 2013 ist sie Intendantin des Mozartfestes Würzburg.

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