22. bis 25. Mai 2026: Africa Festival in der Würzburger Innenstadt – Basar im Rathaushof mit freiem Eintritt, Konzerte im CCW
Der Verein Afro Project zieht sich als Veranstalter des Würzburger Africa Festivals zurück: „Nachdem in den letzten Jahren die Bedingungen für das Internationale Africa Festival durch Corona, Starkregen und Gewitter, Preiserhöhungen bei Veranstaltungstechnik und weniger Sponsoren immer schwieriger wurden und die meisten Gründungsmitglieder langsam aber sicher ihren Ruhestand genießen wollen, haben wir uns als gemeinnütziger Verein entschieden, dass wir in diesem Jahr das Festival das letzte Mal organisieren werden.“
Wie das Africa Festival 2027 aussehen wird, steht daher noch nicht fest. Aber: Es soll weitergehen, mit neuen Veranstaltern.
Die Idee des Vereins war, einem breiten Publikum die Musik und Kultur von Afrika näher zu bringen. Über 7.940 Musiker und Künstler aus 56 Ländern Afrikas und der Karibik sind in den letzten 36 Festivaljahren in Würzburg aufgetreten und haben den Besuchern den kulturellen Reichtum des afrikanischen Kontinents nähergebracht. Damit gilt das Festival als das größte für afrikanische Musik und Kultur in Europa und als überregional bekannte Würzburger Veranstaltung.
Bescheidene Anfänge in Grombühl
Das Internationale Africa Festival wurde 1989 vom Würzburger Afro Projekt, einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung afrikanischer Kultur in Deutschland, ins Leben gerufen. Die erste Veranstaltung fand im kleinen Rahmen im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl statt. Ein Jahr später zog das Festival auf die Mainwiesen um. Die Konzerte fanden dabei erstmals im großen Zirkuszelt statt. Mit Ausnahme von 1991 (wieder Grombühl) blieben die Talavera-Mainwiesen fortan der Austragungsort des Festivals.
Besondere Herausforderungen, die bewältigt werden mussten, waren unter anderem eine Hochwasserkatastrophe, der Ausfall eines Festivals wegen der Covid-Pandemie und die letzten zwei Jahre, an denen es an sieben Festivaltagen regnete. 2026 wurde das Africa Festival in die Innenstadt verlegt.
Highlights aus dem Musikprogramm
Das 2026er Line-up des Africa Festivals besteht aus hochkarätigen Künstlern wie der mehrfachen Grammy-Gewinnerin Angélique Kidjo oder dem kongolesischen Songwriter Lokua Kanza. Moderne Strömungen sind mit Acts wie Made Kuti vertreten, der den Afrobeat seines Großvaters Fela Kuti in die Zukunft führt.
Ein besonderer Fokus liegt auf starken weiblichen Stimmen, darunter Fafa Ruffino aus Benin. Ergänzt wird das Programm durch nationale Talente wie Ami Warning und Jahcoustix, die Reggae- und Pop-Einflüsse auf das Festival bringen.
Die Abendkonzerte finden im Foyer des Congress Centrums statt. Restkarten für alle Konzerte sind an der Abendkasse des CCW, Eingang B ab 19:30 Uhr zu erwerben.
Kostenloses Rahmenprogramm
In diesem Jahr findet das Rahmenprogramm inklusive Basar und Essensstände im Ehrenhof des Rathauses sowie am Vierröhrenbrunnen statt. Der Eintritt zu diesem Bereich ist frei.
Zusätzlich wollen Straßenparaden, Akrobatik-Vorführungen aus Ghana und Märchenerzähler wie Ibu Ndiaye für Unterhaltung sorgen. Für Kinder gibt es Mitmach-Aktionen und Workshops. Mehr Info: www.africafestival.org



