Plakatkunst gegen das Komasaufen

Das Plakat der Bundessiegerin Isabella Adelt. Foto DAK-Gesundheit/Wigger

Nach Landessieg: Würzburger Schülerin gewinnt auch Bundeswettbewerb „bunt statt blau“

Kunst gegen Komasaufen: Die 16-jährige Schülerin Isabella Adelt vom Wirsberg-Gymnasium in Würzburg malt Deutschlands bestes Plakat gegen das Rauschtrinken und gewinnt den Bundeswettbewerb „bunt statt blau“ 2021. Zuvor wurde sie bereits Landessiegerin in Bayern und war für den Freistaat auf Bundesebene ins Rennen gegangen.

Die Bundesjury mit der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) wählte Isabellas Bild zum Top-Plakat 2021 gegen das sogenannte Komasaufen. Von Februar bis September beteiligten sich bundesweit rund 4.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit. Seit dem Start der Präventionskampagne vor zwölf Jahren waren insgesamt mehr als 115.000 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb beteiligt.

„Zu einer anderen Version seiner selbst werden“

Mit ihrer plakativen Arbeit gewann Isabella Adelt einen Geldpreis von 500 Euro. „Mein Bild stellt mehrere Versionen von einer Person dar, die jeweils unter den negativen Auswirkungen von exzessivem Alkoholkonsum leidet und gleichzeitig noch mit ihrer ‚Originalversion‘ verbunden ist“, sagt Isabella zu ihrem Siegerplakat. „Damit will ich zeigen, dass Alkohol in jungem Alter ein sehr großes Risiko darstellt, vor allem wenn man die Kontrolle über den Konsum verliert. Man kann regelrecht zu einer anderen Version seiner selbst werden. Auch wenn Alkohol zunächst harmlos wirkt, sollte man nicht vergessen, welche nachtragenden und gefährlichen Folgen ein unbedachter Umgang nach sich ziehen kann.“ Platz zwei geht an Emma West aus Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Merle Breuer aus Kreuzau in Nordrhein-Westfalen holt sich Platz drei. 

„Isabella Adelt hat diesen Wettbewerb mit einem ganz besonderen Bild für sich entschieden. Hier stimmt einfach alles: Die Komposition, der Stil und die Zusammenfügung sind sehr überzeugend“, lobt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit das Plakat der aktuellen Bundessiegerin aus Bayern. Gemeinsam mit der geschäftsführenden Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig und Prof. Reiner Hanewinkel, Institutsleiter des IFT-Nords, wählte Storm in der Bundesjury die ersten Plätze aus. „Die Wahl fiel uns auch in diesem Jahr nicht leicht“, gibt Storm zu. „Es ist schön zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich mit dem wichtigen Thema Alkoholmissbrauch auseinandergesetzt und kreative Plakate gestaltet haben.“ 

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„bunt statt blau“-Bundessiegerin Isabella Adelt mit ihrem Siegerplakat. Foto DAK-Gesundheit/Schäfer

Komasaufen: Trinken, bis der Arzt kommt

„Immer noch trinken viele Jugendliche, bis der Arzt kommt. Wir müssen einen deutlichen Rückgang des Rauschtrinkens erreichen“, so die geschäftsführende Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig. „Bunt statt blau‘ leistet einen wichtigen Beitrag, um Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren. Die Präventionskampagne setzt nicht auf den erhobenen Zeigefinger, sondern auf eine Kommunikation auf Augenhöhe. Das macht ‚bunt statt blau“ so effektiv und wertvoll.“ 

Mit der Bundessiegerehrung 2021 endet der insgesamt zwölfte Durchgang von „bunt statt blau“. Wie auch im vergangenen Jahr wurden die Gewinnerinnen und Gewinner mit einem Video geehrt. „Vor dem Hintergrund steigender Inzidenzen und der Situation auf den Intensivstationen haben wir in diesem Jahr auf eine Präsenzveranstaltung bewusst verzichtet“, so DAK-Vorstandschef Storm. „Wir hoffen sehr, dass wir im kommenden Jahr wieder den Gewinnerinnen und Gewinnern persönlich begegnen und sie ehren können. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, ihren Familien und Lehrkräften alles Gute. Bleiben Sie gesund.“ 

Das Video zur Siegerehrung sowie die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern finden Sie auf der DAK-Website unter www.dak.de/buntstattblau.  

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes landeten 2019 bundesweit rund 20.500 Kinder und Jugendliche zwischen zehn bis unter 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Experten fordern weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. 

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