Traditionelle Brauertaufe im Kiliani-Festzelt

Bildtext: Glückliche Täuflinge bei der Hofbräu Brauertaufe im Kiliani Festzelt: Julius Hügelschäffer und Konrad Hammel (jeweils Bild Mitte l. u. r)

Spektakel im Kiliani-Festzelt: Jungbrauer der Würzburger Hofbräu wurden nach alten Brauch mit der Brauertaufe in den Brauerstand aufgenommen

Die Brauertaufe zählt zu den schönen und beliebten Traditionen unter den Brauern und Mälzern: Mit der Brauertaufe werden Auszubildende aus dem Lehrlingsstand entlassen – und im Kiliani-Festzelt wurde der erfolgreiche Ausbildungsabschluss von Konrad Hammel (23 Jahre) und Julius Hügelschäffer (25 Jahre) bei der Würzburger Hofbräu nachgefeiert.

„Leider war die Feier in den beiden vergangenen Jahren coronabedingt nicht möglich. Das holen wir dieses Jahr nach, in dem wir die beiden Auszubildenden aus dem vorletzten und letzten Jahr gemeinsam taufen“, sagte Norbert Lange, kaufmännischer Geschäftsführer der Würzburger Hofbräu GmbH.

Konrad Hammel beendete seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bereits im Juli 2020. Ein Jahr später folgte ihm Julius Hügelschäffer. Beide haben ihre Ausbildung mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen und wurden hierfür seitens der Berufsschule und der Industrie- und Handelskammer ausgezeichnet. „Die Ausbildung zum Brauer und Mälzer war für meinen Berufseinstieg definitiv die richtige Wahl. Meine Ausbildung in der Würzburger Hofbräu hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Sie war abwechslungsreich und ich konnte sehr viel lernen“, erzählt Konrad Hammel. Seit dem Ende seiner Ausbildung ist Konrad Hammel weiterhin als Geselle bei der Würzburger Hofbräu GmbH im Bereich der Herstellung tätig.

Ausbildungsleiterin Verena Ramming berichtete im Rahmen der Feierlichkeiten: „Die Ausbildung unseres Nachwuchses hat bei uns traditionell einen hohen Stellenwert. Deshalb freuen wir uns in diesem Jahr, wenn auch nachträglich, zwei erfolgreiche Absolventen in den ‚Gesellenstand‘ verabschieden zu können. Ich wünsche allen unseren ehemaligen Azubis alles Gute in ihrem Berufsleben und auf ihrem weiteren Lebensweg.“

Brauertaufe nach historischem Vorbild

Ehe ausgelernte Brauer und Mälzer endgültig den Titel des Auszubildenden ablegen dürfen, müssen sie sich einer Prüfung der besonderen Art unterziehen. Die Brauertaufe besteht aus verschiedenen „bierigen“ Aufgaben und gipfelt schließlich im Höhepunkt – der Bierdusche!

„Mit diesem historischen Ritual werden Jungbrauer auch heute noch symbolisch in den Brauerstand aufgenommen. Und um dies in einem würdigen Rahmen feierlich zu besiegeln, stellen sich die Täuflinge während der Brauertaufe traditionsreichen ‚Aufgaben‘. Zum Beispiel dem ‚Anbügeln von Bügelverschlussflaschen‘ oder dem ‚Fass-Anstechen‘“, erklärt Würzburgs Brauer-Ausbilder Michael Gebert.

Hammels Gegner für diese Aufgaben war Julius Hügelschäffer, der im letzten Jahr seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer erfolgreich beendet hat und seither, wie Hammel im Bereich der Herstellung in der Würzburger Hofbräu tätig ist. Beide haben sozusagen ihre Brauertaufe nachgeholt.

Nach dem Taufritual durften sich die beiden „Jungbrauer“ und alle Gäste bei einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt von den vorangegangenen „Strapazen“ der Brauertaufe erholen. Und nicht zuletzt durften sie auch das leckere Kiliani-Festbier verkosten.

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