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Stadt Würzburg

Die Baumretter vom Tiefbau

Blick auf die bereits fertiggestellte Straßenbaumaßnahme in der Matthias-Ehrenfried-Straße. Das größte Problem bei der Baumaßnahme machten die zu niedrig wurzelnden Bäume. Heute stehen dort mehr Bäume als zuvor. In Richtung Sanderrothstraße wird der zweite Bauabschnitt in der gleichen Weise fortgeführt. Von links: Baureferent Benjamin Schneider und Annette Messerer, Leiterin des Fachbereichs Tiefbau. Foto Claudia Lother

Matthias-Ehrenfried-Straße um Bäume herum gebaut – Sanderrothstraße folgt gleichem Muster

Die gesamte Länge der Matthias-Ehrenfried-Straße wird von einem natürlichen, so hohen Felshorizont durchzogen, dass die großen Bäume direkt unter dem Gehweg wurzeln. Festgestellt wurde dies während der Bauarbeiten zur Straßenerneuerung. Ein zu kleiner Wurzelraum aber bedeutet ein Risiko für die Lebensdauer der Bäume, oft entscheidet er über Sein oder Nichtsein. Bei Bauarbeiten wird die Gefahr noch größer. Behutsam wurde daher vorgegangen: „An jedem einzelnen Baum mussten die Wurzeln geschnitten und Bagger so vorsichtig als möglich eingesetzt werden“, berichtet Annette Messerer, Leiterin des Fachbereichs Tiefbau, „um möglichst viele Bäume trotz der Baumaßnahme und des felsigen Untergrunds zu erhalten.“ Bagger können auch Baumretter sein.

Das Gartenamt war beratend tätig, ein Baumexperte einer externen Firma begleitete die Arbeiten und kümmerte sich ausschließlich um die Gewächse. „Wir haben um die Bäume herum gebaut“, bestätigt Baureferent Benjamin Schneider und freut sich über das Ergebnis, das für eine reichere Begrünung der Matthias-Ehrenfried-Straße sorgt als zuvor. Trotz dieses Mehraufwands der Baumretter blieb die Baumaßnahme im Zeitplan. Es wurden 3.200 m² Asphaltfahrbahn und  2.200 m² gepflasterte Gehwege neu hergestellt. Die Kosten für den Straßenbau betrugen hierfür rund 2,1 Millionen Euro.

So viele Bäume wie möglich erhalten

Nach exakt einem Jahr Bauzeit  wird noch in diesem Jahr der Bauabschnitt 2 in der Sanderrothstraße ausgeschrieben werden, aufgrund der identischen Straßenaufteilung in einer gemeinsamen Gestaltung mit der Matthias-Ehrenfried-Straße. „Der Querschnitt bleibt vergleichbar und wir versuchen, auch hier so viele Bäume als möglich zu erhalten und sind jetzt schon gewappnet, dass wir den gleichen Untergrund vorfinden“, so Annette Messerer.

Die Planung sieht auch hier die Erneuerung des östlichen Gehwegs bei verringerter Breite auf durchschnittlich 2,50 m vor. Der anschließende Grünstreifen kann damit in östliche Richtung um 50 cm auf mindestens 4,50 m verbreitert werden. Der ruhende Verkehr wird auf einem eigenen 2 m breiten Streifen angeordnet, so dass Parken zwischen den Bäumen nicht mehr möglich ist. Der Radverkehr wird in der Sanderroth- und in der Matthias-Ehrenfried-Straße aufgrund der Tempo-30-Zone auf der Straße mitgeführt.

Das Planungskonzept für die Erneuerung der Sanderrothstraße reicht ins Jahr 2013 zurück und wurde mit intensiver Anwohnerbeteiligung durchgeführt. Der Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt in der Sanderrothstraße ist nächstes Jahr vorgesehen.

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