Zeubelrieder Moor: Biberdamm im Naturschutzgebiet erneut zerstört

Foto Armin Amrehn

Biberdamm Zeubelrieder Moor: BUND Naturschutz entsetzt über erneute massive Beschädigung – Polizei ermittelt

Zum zweiten Male innerhalb von rund zwei Jahren wurde der imposante Biberdamm im Zeubelrieder Moor massiv geschädigt. „Auf einer Breite von rund zwei Meter wurde der Damm gänzlich eingerissen, sodass sich der Wasserstand im Moor rasch um rund 30 Zentimeter abgesenkt hat“, zeigt sich Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe erschüttert.

Wer diese Straftat auf dem Grundeigentum des BUND Naturschutz/BN begangen hat, ist noch unbekannt – aber die Polizei ermittelt. Für Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe, ist diese „mutwillige Zerstörungsaktion“ kein Bagatelldelikt. „Ein derartiger Eingriff kann sogar zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe führen. Auch der Biberdamm zählt – wie die vorhandene Biberburg – zur Lebensstätte des Bibers, die gemäß Naturschutzgesetz nicht beeinträchtigt werden darf.“ In der bestehenden Biberburg befindet sich der Wohnkessel. Der Zugang liegt zum Schutz vor Feinden stets unter Wasser. Um dies sicherzustellen, errichtet der Biber einen Damm.

Spaziergänger fassungslos: „Wer macht denn so etwas?“

Fassungslos von der Zerstörung des Dammes zeigten sich auch Familien, die bei einem Wochenendspaziergang am Moor vorbeikamen, berichtet Armin Amrehn, der schon am Freitag vor Ort war. „Wer macht denn so etwas“, fragte ein Kind erschüttert.

„Die Biberfamilie hat schon wieder mit der Reparatur des Dammes begonnen. Doch dies kostet unnötige Energie,. Und das gerade in einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für die Biber ohnehin reduziert ist und sich die Tiere meist nur von Baumrinde und Knospen ernähren können“, so Steffen Jodl vom BN.

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