WürzburgSPD ruft Schröder zum Rückzug auf

Gerhard Schröder (SPD), ehemaliger Bundeskanzler und Leiter Verwaltungsrat Nord Stream 2, steht wegen seiner Geschäftsbeziehungen zu Kreml-Chef Putin zunehmend in der Kritik. Foto Kay Nietfeld/dpa

WürzburgSPD: Ex-Kanzler Gerhard Schröder soll „hochdotierte Lobbyarbeit bei russischen Gas- und Ölversorgern umgehend beenden“

„Der Krieg ist mit aller Macht zurück nach Europa gekommen. Angezettelt wurde dieser Krieg von einem einzigen Mann, dem russischen Präsidenten Vladimir Putin“, schreibt die WürzburgSPD in einer Pressemitteilung, in der das Engagement von Ex-Kanzler Schröder für russische Gas- und Ölversorger scharf kritisiert wird.

Die Vorsitzende Freya Altenhöner sagt dazu: „Putin versucht mit Waffengewalt Zeit und Fortschritt zurück zu drehen. Er trägt in seinem Wahn Tod, Leid und Krieg in die Ukraine und nimmt in Kauf, dass sein eigenes Land ins Unglück stürzt. Wir Europäer müssen jetzt entschlossen und geschlossen handeln, weil die Demokratie herausgefordert wird.

Es ist für uns als WürzburgSPD deshalb schwer nachzuvollziehen und schwer erträglich, wenn ein ehemaliger sozialdemokratischer Bundeskanzler ungeachtet der eklatanten Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte dem Regime eines Aggressors weiter willfährig dienen will.“

Altenhöner: Engagement von Schröder „schwer erträglich“

Die WürzburgSPD fordert Gerhard Schröder deshalb auf, seine hochdotierte Lobbyarbeit bei russischen Gas- und Ölversorgern umgehend zu beenden.

„Wenn ihm tatsächlich noch etwas an den Werten der Sozialdemokratie liegen sollte, muss er umgehend seine Tätigkeit als Berater und im Aufsichtsrat von russischen Staatsunternehmen beenden. Ansonsten muss die Bundespartei die erforderlichen Konsequenzen ziehen“, so die stellv. Vorsitzende Lore Koerber-Becker.

„Der Platz der Sozialdemokratie ist definitiv nicht an der Seite von Diktatoren. Wir stehen immer solidarisch an der Seite derer, die unterdrückt werden und die für Freiheit und Demokratie kämpfen. Wir sind solidarisch an der Seite der Ukraine!“ betont Freya Altenhöner abschließend.

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