Landkreis Würzburg bereitet sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor

Auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine: Halina Drohantschuk mit ihren Kindern Sofia (r.), Viktor (11, l.) und Bogdan (12) in Polen. Foto Michael Kappeler/dpa

Landrat zum Krieg in der Ukraine: „Millionen unschuldige Menschen sind Opfer einer furchtbaren Katastrophe“

Deutsche Landkreise und Städte bereiten sich darauf vor, Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen – so auch der Landkreis Würzburg.

Mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine ist in Europa ein Krieg ausgebrochen. Landrat Thomas Eberth ist entsetzt über die sich überschlagenden Meldungen aus den ukrainischen Krisengebieten. „Ein Krieg in Europa ist durch nichts zu rechtfertigen. Zuallererst gilt unser Mitgefühl der ukrainischen Bevölkerung. Millionen unschuldige Menschen, Kinder, Frauen und Männer werden Opfer einer so unverständlichen und furchtbaren Katastrophe, die näher an unserem Land liegt als wir denken“, betont Eberth.

Nach dem russischen Angriff flüchten derzeit viele Ukrainerinnen und Ukrainer, belastbare Zahlen gibt es noch nicht. Dennoch bereiten sich auch deutsche Landkreise und Städte darauf vor, Geflüchtete aufzunehmen – so auch der Landkreis Würzburg.

Lenkungsgruppe soll Aufnahme von Geflüchteten koordinieren

Am Freitagnachmittag gründete Landrat Thomas Eberth eine Lenkungsgruppe am Landratsamt Würzburg, die eine mögliche Aufnahme von Geflüchteten koordinieren soll. Geleitet wird diese derzeit von Regierungsrätin Nina Opfermann und Paul Justice, der auch schon weitreichende Erfahrungen in der Aufnahme von Geflüchteten 2015 sammeln konnte. Teil dieser Lenkungsgruppe sind zudem Vertreterinnen und Vertreter weiterer Fachbereiche wie beispielsweise dem Ordnungs- und Gesundheitsamt, der Asylbetreuung, der Pressestelle sowie der Kreisbrandrat.

Eine zentrale Rolle bei der Krisenbewältigung spielen die Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und das THW, die aktuell ihre Konzepte aktualisieren, Lager auffüllen und ihre Helferinnen und Helfer für den Einsatzfall vorbereiten.

Themen der Gespräche waren unter anderem schnell zur Verfügung stehende Aufnahmestandorte im Landkreis, Materialbestände wie Feldbetten und Decken sowie die medizinische und psychosoziale Versorgung. „Um einen koordinierten und geordneten Ablauf des möglichen Szenarios vorzubereiten, ist diese Zusammenarbeit besonders wichtig. In die Planungen steigen wir bewusst sehr früh ein, um bestmöglich auf eine Migrationsbewegung vorbereitet zu sein“, sagt Landrat Thomas Eberth.

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