Der Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort im wob-Autotest

Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort+: Der Elektromotor unterstützt den Verbrenner, muss aber nicht an einer externer Steckdose aufgeladen werden. Foto Thomas G. Zügner

Der Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort +: kombiniert Verbrenner und Elektromotor

von wob-Testpilot Thomas G. Zügner (für mehr Autotests hier klicken!)

Suzuki gilt eher als Hersteller von Klein- und Kompaktfahrzeugen sowie als Experte für SUV-Modelle. Nun hat die japanische Marke mit dem neuen Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort+ ein frisches Flaggschiff.

Design: Mit einer Außenlänge von gut 4,65 m gehört der Swace (gesprochen: Sweiss) offiziell zwar gerade noch in die Kompaktklasse, kratzt aber bereits heftig an der Türe des nächst höheren Segments. Sicherlich Geschmackssache ist der riesige Kühlergrill, der dem Maul eines Fisches ähnelt. Auf jeden Fall ein Hingucker sind die schmalen Scheinwerfer in Zackenform, die sich weit in die Fahrzeugflanken des im englischen Burnaston gebauten Kombi hineinziehen. Die extrem schräg stehende Windschutzscheibe und die nach hinten sich leicht absenkende Fahrzeuglinie tragen zur dynamischen Formgebung bei.

Innenraum: Zum wohnlich gestalteten Interieur zählt das über weite Flächen unterschäumte Armaturenbrett mit optisch feiner Narbung. Diverse silbergraue Absteppnähte bringen einen Schuss Eleganz ins Spiel. Nicht besonders üppig ausgefallen sind die Ablagemöglichkeiten. Deshalb ist es schade, dass dann noch Platz verplempert wurde für eine Ladeschale, um spezielle Mobiltelefone kabellos mit Strom zu versorgen.

Immerhin hat Suzuki bei der Serienausstattung geklotzt statt gekleckert. Eine Heizung für Lenkrad und Vordersitze ist ebenso an Bord wie eine Vielzahl elektronischer Heinzelmännchen. Auch wenn der Einstieg in den Fond etwas beengt ist, fiel das Platzangebot in der zweiten Reihe für die Kompaktklasse erstaunlich großzügig aus. Das gilt auch für das zwischen 596 und 1232 Liter fassende Gepäckabteil mit seinem doppelten Kofferraumboden. Ist dieser in oberer Position, ergibt sich nach Umklappen der geteilten Rücksitzlehne eine ebene Ladefläche. Ansonsten bleibt eine kleine Stufe im Laderaum.

Ausschließlich als Vollhybrid

Antrieb: Ausschließlich als sogenannter Vollhybrid ist der Suzuki Swace ausgelegt. Dabei arbeitet ein 1,8-Liter-Benziner mit 98 PS mit einem 72 PS/53 kW starken Elektromotor zusammen, was eine Systemleistung von 122 PS ergibt. Ein Nachladen an einer externen Steckdose entfällt, weil die 3,6 kWh große Hybridbatterie, die unter der Rücksitzbank platziert ist, durch den Benziner und durch Rekuperation aufgefüllt wird. Der Stromer unterstützt den Verbrenner und ermöglicht zudem besonders im innerstädtischen Bereich immer wieder rein elektrisches Fahren, wenn auch nur über kürzere Distanzen.

Fahrbetrieb: Feurig ist die Benzin-/Stromkombination im Swace nicht unbedingt, auch wenn der Sportmodus zumindest etwas dynamischer agiert. Kraftvoll macht sich die Unterstützung des Vierzylinders durch den Elektromotor im Stadtverkehr bemerkbar. Allerdings ist der Verbrenner kein Leisetreter. Seine akustische Präsenz wird durch die unter Last ziemlich gummibandartige stufenlose CVT-Automatik noch verstärkt.

Komfortabel ausgelegt haben die Ingenieure das Fahrwerk, das auch vor rumpeligen Bahnübergängen nicht kapituliert. Auf Landstraßen fühlt sich der Suzuki Swace pudelwohl. Hier können dank der direkten Lenkung gerne auch viele Kurven den Weg begleiten.

Technikcheck Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort+

Motor: 4-Zylinder-Benziner, 1798 ccm, 98 PS plus Elektromotor (72 PS) ergibt 122 PS Systemleistung

Antrieb: Vorderrad

Länge/Breite/Höhe: 4655/1790/1460 mm

Gewichte: leer 1.475 kg; gesamt 1.835 kg

Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 11,1 sec.; Vmax: 180 km/h (elektronisch begrenzt)

Verbrauch: WLTP-Norm 4,4 l; wob-Test 5,25 l Liter Super/100 km (Tank 43 l)

Preis: 31.350 Euro     

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