Mainkai Würzburg: GRÜNE sehen Wege für weniger Müll und Lärm

Symbolbild AdobeStock

Party am Mainkai in Würzburg, aber mit Rücksicht auf Anwohner und Umwelt: Fraktion der GRÜNEN sieht Ansatzpunkte, die für weniger Müll und Lärm sorgen könnten

Weniger Müll und Lärm am Mainkai Würzburg – das wüschen sich die Anwohner. Ein bisschen feiern, wenn Clubs geschlossen haben – das möchten vor allem junge Menschen. Geht das zusammen?

In der augenblicklichen Ausnahmesituation, in der Clubs und Kneipen geschlossen sind und es die Menschen abends zu den Mainwiesen zieht, begrüßen die GRÜNEN das konsequente Handeln der Stadtverwaltung, den Mainkai an zwei Wochenenden ab 22 Uhr zu sperren und den Müll am Mainufer einfach mal liegen zu lassen. „Da viele Feiernde mit Verständnis reagiert hatten, konnte die Polizei vor Ort die Maßnahmen friedlich umsetzen. Das war eine wirklich gute Leistung.“

Den Anwohner am Mainkai waren dadurch endlich ruhige Nächte vergönnt. Doch nun sei die Frage, wie es weitergehen soll: Das Liegenlassen des Mülls kann keine Dauerlösung sein. „Wir brauchen Lösungen, die ohne Polizeiaufgebot langfristig zum besseren Miteinander und gegenseitigem Verständnis führen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Silke Trost.

Nachtbürgermeister als Ansprechpartner

Der Idealzustand wäre natürlich, dass die Feiernden Rücksicht auf das Ruhebedürfnis der Anwohner nehmen und den Müll wieder nach Hause tragen. Bis dahin schlagen die GRÜNEN Maßnahmen vor, die schnell umgesetzt zu langfristigem Erfolg führen können. Die Stadt solle umgehend die bereits beschlossene Stelle des Nachtbürgermeisters ausschreiben: Eine Ansprechperson für Anwohner und Akteure vor Ort könne verhindern, dass immer gleich Polizei und Ordnungsamt agieren müssen. Zudem wäre zu prüfen, ob man punktuell eine dauerhafte Nachtruhe einrichten kann.

Ein wesentlicher Faktor scheint auch das Fehlen von Müllbehältern zu sein. „Deshalb begrüßen wir die Initiative von Bürgermeister Martin Heilig, mehr Abfallcontainer und mobile Toiletten bereit zu stellen. Zusätzlich könnten Müllsäcke ausgegeben und Pfandringe montiert werden, also spezielle Behälter nur für (Pfand-) Flaschen“, so Trost weiter.

Mittel- und langfristig sei eine klar umrissene Alkoholpolitik erforderlich: „Alle müssen an einen Tisch geholt werden, um Präventionsmaßnahmen und Aktionen gemeinsam auszuarbeiten“, so die GRÜNEN. Dabei sollten Wirte und Gewerbe, Uni und Schulen, Familien und Vertreter des öffentlichen Raumes, Polizei, Institutionen, die Suchthilfe und alle Stadtratsfraktionen miteinbezogen werden.

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