Landkreis nimmt CO2-Ampeln an Schulen in Betrieb

Landrat Thomas Eberth (r.) und Michael Schmitt, Schulleiter des Deutschhaus-Gymnasiums Würzburg, begleiteten die Montage der ersten CO²-Ampeln. Foto Julian Höfner

Besser lüften: Hoffnung auf baldigen Präsenzunterricht

Um Corona-Infektionen in Klassenzimmern vorzubeugen gilt regelmäßiges Lüften als effektives Mittel zum Infektionsschutz. Durch diese Maßnahme kann die Aerosolkonzentration im Raum gesenkt werden und das Risiko einer Übertragung des Virus über die Atemluft deutlich reduziert werden. Damit die Lüftungen in den notwendigen Intervallen stattfinden, war es Landrat Thomas Eberth ein Anliegen die Schulen des Landkreises mit CO2-Ampeln auszustatten. Mit den insgesamt 220 Geräten soll eine zuverlässige Messung der Kohlenstoffdioxid-Konzentration in den landkreiseigenen Klassenräumen möglich und so der Schulalltag unter Pandemiebedingungen für alle sicherer gestaltet werden.

„Auch wenn derzeit noch Homeschooling auf der Tagesordnung steht, hoffen wir alle auf einen baldigen Präsenzunterricht, denn Sozialverhalten, Gruppendynamik und viele Dinge mehr können nur im Klassenverbund erlernt werden“, betonte Landrat Thomas Eberth. Daher werden entsprechend Vorbereitungen getroffen, die auch für einen Wechselunterricht geeignet sind.

Deutschhaus-Gymnasium erfreut über die Anschaffung

Landrat Thomas Eberth und Schulleiter Michael Schmitt begleiteten die Inbetriebnahme der ersten CO2-Ampel am Deutschhaus-Gymnasium. Weitere Schulen, die ausgestattet werden, sind das Gymnasium Veitshöchheim, die beiden Realschulen in Ochsenfurt und Höchberg sowie die Rupert-Egenberger-Schule an ihren vier Standorten in Veitshöchheim, Höchberg, Sommerhausen und Gelchsheim. Die 220 Geräte kosten insgesamt 20.000 Euro, deren Anschaffung zu 100 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert wird.

„Mit CO2-Warnern werden die Schüler und Lehrer daran erinnert, wann gelüftet werden muss und das nützt auch in nicht-Coronazeiten, denn frische Luft tut immer gut“, sagte Landrat Eberth.

Auch Schulleiter Michael Schmitt zeigte sich erfreut: „Durch die Nutzung der Geräte ist eine gewisse Sicherheit für die Schüler, für die Lehrkräfte, aber auch für die Eltern gegeben. Wir freuen uns darüber, dass wir wissen: Unsere Kinder sind sicher.“

CO²-Ampeln „wirksames Instrument zur Pandemiebekämpfung“

Die CO2-Ampeln geben einen Hinweis, wenn sich die Luftqualität verschlechtert. Sie messen in Räumen die Konzentration von Kohlendioxid und zeigen an, wann gelüftet werden sollte. Denn wo viel ausgeatmet wird, steigt der CO2-Spiegel und mit ihm die Aerosolkonzentration. Nach aktuellen Forschungsergebnissen stehen CO2-Belastung und Virenlast in einem Zusammenhang.

Mit der Anschaffung der CO2-Ampeln für die Schulen orientiert sich der Landkreis an wissenschaftlichen Ergebnissen, die eindeutig die höhere Wirksamkeit des Lüftens gegenüber Luftfilteranlagen belegen. „Als wesentliches Resultat zeigte sich, dass die Stoßöffnung aller Fenster über drei Minuten bei Außentemperaturen von 7 bis 11 Grad Celsius die eingebrachte Konzentration an Aerosolen bis zu 99,8 Prozent senkte“, heißt es in der Mitteilung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen zu der Analyse.

„Wir haben uns vor der Beschaffung der CO2-Ampeln intensiv mit dem Thema Luftreiniger befasst. Mit dem Ergebnis, dass Lüften in Verbindung mit den CO2-Warnern viel effektiver und viel sinnvoller ist. Deshalb haben wir uns auch in Abstimmung mit der Stadt Würzburg dazu entschieden, keine Luftreinigungsgeräte anzuschaffen, sondern die Kombination Fenster plus CO2-Warner zu nutzen“, erklärt Landrat Eberth.

Sobald der Schulunterricht wieder in Präsenzform startet, können sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern auf den Schutz durch die zuverlässigen Messungen der CO2-Ampeln verlassen, sagt Eberth. „Wenn wir dann noch ein paar EDV-Themen in den Griff bekommen, sind unsere Schulen optimal für alle Eventualitäten ausgestattet“, so der Landrat.

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