Große Sprünge beim Kiliani-Reitturnier 2022

Foto N. Waldmann

73. Kiliani-Reitturnier – Der Reiterwettbewerb mit langer Tradition

Vom 15. bis 17. Juli 2022 steht auf dem Gelände des Reit- und Fahrsportvereins Würzburg und Umgebung e.V. in der Mergentheimer Straße wieder alles im Zeichen des Kiliani-Reitturniers. Bereits seit 1949 findet der Traditionswettbewerb immer parallel zum Würzburger Kiliani-Fest statt. In 14 Prüfungen können sowohl Nachwuchsreiter beim Jungpferdetag am Freitag, aber auch Fortgeschrittene beim sportlichen Höhepunkt des Turniers, dem S- Springen, ihr Talent unter Beweis stellen.

Großer Dank an Sponsoren und Ehrenamtliche

Coronabedingt fand das Turnier 2020 ohne Zuschauer statt, 2021 wurde es aufgrund schlechter Wetterverhältnisse komplett abgesagt. Umso glücklicher ist Vereinsvorstand Jochen Klingler, dass der Reitwettbewerb 2022 wieder unter Normalbedingungen und mit Publikum stattfindet. Zu verdanken sei dies den langjährigen Sponsoren und Gönnern. Dies sind unter anderem die Würzburger Hofbräu, das Porsche Zentrum Würzburg, Franken Sotheby’s, die Firma Max Meister & Sohn, die Sparkasse Mainfranken Würzburg, die Sektkellerei Opmann, das G-Hotel sowie das Hotel Maritim und Rebstock, so Klingler. Für mindestens genauso wichtig hält Klinger das ehrenamtliche Engagement der – überwiegend jugendlichen – Vereinsmitglieder, die im Vorfeld und während des Turniers viele Arbeitsstunden investieren.

Die Ruhe vor dem „Sturm“ – Der noch leere zukünftige Parcours des Reitturniers Foto N. Waldmann

Kiliani-Reitturnier 2022 – Eine logistische Herausforderung

Der gute Ruf, auch über die Grenzen Frankens hinaus, eilt dem Turnier voraus. Dementsprechend haben sich bereits etwa 170 Reiter mit 400 Pferden aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg angemeldet. Aufgrund der Lage des Reitvereins in der Stadt entsteht dadurch eine große logistische Herausforderung. Jochen Klingler appelliert daher an alle Würzburger Besucher des Turniers, wenn möglich nicht mit dem eigenen Wagen anzureisen, sondern öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um die Parksituation vor Ort etwas zu entspannen.

Der Bayernwallach „Frechdachs“ blickt bereits in Richtung Parcours. Foto N. Waldmann

Reitsport in der Kritik

In letzter Zeit geriet der Reitsport durch mehrere Negativschlagzeilen in Verruf. Der Auftritt der Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio, die – unterstützt von ihrer Trainerin – das sichtlich überforderte Pferd „Saint Boy“ mit Sporen und Peitsche traktierte und auch der Vorfall beim Pferdsport-Turnier CHIO in Aachen, bei dem das Vielseitigkeitspferd „Allstar“ in Folge eines Unfalls bei einem Sprung eingeschläfert werden musste, rücken den Reitsport in ein düsteres Licht. Die Tierschutzorganisation PETA fordert sogar eine komplette Abschaffung.

Sigfrid Haaf von der Landeskommission des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes e.V., der auch als Richter beim Kiliani-Turnier fungiert, versichert, dass dem Tierwohl größte Bedeutung zugemessen wird. Im Vorfeld durchlaufen die Pässe der Pferde eine gründliche Prüfung und nur Pferde mit entsprechenden Impfungen und Gesundheitsnachweisen dürfen teilnehmen. Auch während des Turniers werden Reiter, die sichtlich überfordert sind oder nicht tierschutzgerecht agieren, abgeläutet (Unterbrechung des Rittes und Ausschluss von der Prüfung) oder wenn nötig mit einer gelben oder roten Karte bestraft, so Haaf.

Familienfreundliche Preise beim Kiliani-Reitturnier 2022

Der Eintritt zum Kiliani-Turnier ist an allen drei Tagen kostenlos. Auch bei der Preisgestaltung für Getränke und Essen legten die Veranstalter Wert auf familienfreundliche Preise. Nicht zuletzt, um Familien den Reitsport näher zu bringen und vielleicht neue Reitsportbegeisterte zu finden. „Die Jugend ist die Zukunft des Vereins“, so Vorstand Klinger abschließend.

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