Das 49 Euro-Ticket „geht in die richtige Richtung“

Unter der Marke APG betreibt das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg (KU) Buslinienverkehre im Landkreis. Das Archivbild zeigt (von links) KU-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml, APG-Betriebsleiter Dominik Stiller, Gerbrunns 1. Bürgermeister Stefan Wolfshörndl, Landrat Thomas Ebert und Michael Bader, Geschäftsfrüher des Busunternehmens Gute Hauck Reisen GmbH bei der Vorstellung der neuen Fahrzeuge für die Linie 14. Foto Madeleine Wohlfeil, APG

49 Euro-Ticket: Landrat Thomas Eberth begrüßt Einigung der Verkehrsministerkonferenz

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern halten grundsätzlich ein bundesweites Nahverkehrsticket für monatlich 49 Euro als Nachfolger des 9-Euro-Tickets für möglich. Das geht aus dem Beschlusspapier zur Verkehrsministerkonferenz hervor. Es soll als Abonnement angeboten werden, das aber jederzeit kündbar sein soll.

Landrat Thomas Eberth begrüßt dies ausdrücklich: „Viele Bürgerinnen und Bürger, auch bei uns im Landkreis, forderten einen unkomplizierten Nachfolger für das erfolgreiche 9-Euro-Ticket. Die nun vorgestellten Eckpfeiler gehen deswegen in die richtige Richtung“, betont Eberth.

Gerade die für viele Fahrgäste komplizierte Wabenstruktur der verschiedenen Verkehrsverbünde in der Region fällt mit dem Nachfolger erneut weg. „Einfache und vor allem bezahlbare Mobilität kann viele Menschen zum ÖPNV-Umstieg bewegen“, ist sich der Landrat sicher.

Auswertungen haben gezeigt, dass Fahrten in den ländlichen Raum durch die 9-Euro-Flatrate zugenommen haben. „Gemeinden im Landkreis Würzburg profitieren davon, der Tourismus wird angekurbelt, die Region wirtschaftlich gestärkt“, so Eberth. Gerade für den ländlichen Raum werden damit die bisherigen, streckenbezogenen Tarife günstiger und übergreifend. 

Steigende Kosten müssen gegenfinanziert werden

Allerdings seien viele Fragen noch offen. Beispielsweise ist nicht komplett geklärt, wie das 49-Euro-Ticket finanziert werden soll. Die Bundesländer forderten weitere Unterstützung für Erhalt und Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. „Der Ausbau des ÖPNV, Preissteigerungen aufgrund der Energiekrise, Lohnsteigerungen und fehlende Fahrgasteinnahmen müssen natürlich gegenfinanziert werden“, merkt Landrat Thomas Eberth an. Auch die Auswirkungen auf Verbundserweiterungen müssten überprüft werden.

Der Landkreis Würzburg hat die Verantwortung für den Öffentlichen Personennahverkehr seinem Kommunalunternehmen (KU) übertragen. Eberth sieht die APG als Einrichtung des KU gut für die Zukunft aufgestellt. Fahrgäste haben bereits vor dem 9-Euro-Ticket von geförderten Fahrscheinen wie dem 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende aus dem Landkreis Würzburg profitiert.

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