Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star: Mildhybrid spart Kraftstoff

Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star: Kleiner Luftikus mit Mildhybrid-Technik unter der Haube verströmt Glamour, Charme und Eleganz. Foto Thomas G. Zügner

wob-Autotest: Der Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star verströmt Glamour, Charme und Eleganz

Um den Verbrauch zu senken, ist den Ingenieuren kein Aufwand zu groß. Ein gutes Beispiel dafür ist neue Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star.

Von wob-Testpilot Thomas G. Zügner

Design: Äußerlich blieb der Fiat 500C unverändert. Das ist auch gut so, denn der Fünfhunderter ist als Limousine wie auch in der von wob getesteten Cabrio-Variante schon längst Kult und verströmt Glamour, Charme und Eleganz. Eine verchromte Auspuffblende und ebensolche Türgriffe gibt es schon bei niedrigeren Varianten. In der Version Star kommt diverser Chromschmuck hinzu, unter anderem an den Fensterleisten, um den Kühlergrill und am hinteren Stoßfänger. Im Innenraum gibt es neben einem griffigen Lederlenkrad ein speziell eingefärbtes Armaturenbrett.

Raumangebot: Auch wenn der 500C offiziell ein Viersitzer ist, sollte die Rücksitzbank eigentlich nur kleineren Kindern zugemutet werden, selbst wenn vorrutschende Vordersitze den Ein- und Ausstieg erleichtern. Winzig ist der nur 185 Liter fassende Kofferraum, durch dessen rund 35 cm große Ladeluke mit viel Geschick zwei Wasser- oder vier Saftkisten passen. Durch Umklappen der mittig geteilten Rücksitzlehne vergrößert sich das Gepäckabteil immerhin auf 550 Liter. Allerdings ergeben sich dann eine stattliche Stufe und eine schräge Ladefläche. Der verlängerte Laderaum ist auch nur eingeschränkt nutzbar, weil die Rückseite der Fondlehne mit einer Metallfläche abgedeckt und damit entsprechend rutschig ist.

Antrieb: Speziell für den Hybridantrieb entwickelt wurde ein Saugbenziner. Der gerade einmal ein Liter große Dreizylinder wird von einem System aus Elektromotor und Generator beim Beschleunigen mit bis zu knapp fünf PS unterstützt. Der Stromer wird von einer Lithium-Ionen-Batterie angetrieben, die beim Bremsen oder Ausrollen lädt. Zudem kann der Generator unter 30 km/h den Motor abschalten. Dazu muss der Fahrer einer Aufforderung im digitalen Rundinstrument Folge leisten und den Leerlauf einlegen. Das aber erfordert gerade im Stadtverkehr viel Aufmerksamkeit und lenkt vom Verkehrsgeschehen ab. Ein rein elektrisches Fahren ist mit dem kleinen Italiener, der im polnischen Tichy gebaut wird, nicht möglich.

Fahrbetrieb: In der Praxis reißt das Motörchen mit seinen umgerechnet 69,36 PS, die Fiat mathematisch nicht ganz korrekt auf 70 PS aufrundet, keine Bäume aus. Schon an kleinen Steigungen befällt das Aggregat akute Atemnot, so dass fleißig im leicht zu handhabenden Sechsgang-Schaltgetriebe „gerührt“ werden muss. Auch Überholmanöver sind sorgfältig und weitsichtig zu planen. Ein Blick auf das Datenblatt verrät, dass der Kleinstwagen mit schwachbrüstigen 92 Nm deutlich weniger Zugkraft besitzt als der 1,2-Liter-Vierzylinder mit exakt gleicher Leistung. Beim Verbrauch dagegen hat der Mildhybrid mit 4,1 statt 5,4 Litern Super auf 100 km die Nase vorn. Der kleine Dreizylinder klingt erstaunlich erwachsen und fast schon ein wenig sportlich. Beim Fahrverhalten unterscheidet sich der Fiat kaum vom herkömmlichen Verbrenner. Querfugen steckt das Fahrwerk souverän weg, Holperpisten mag der kleine Italiener aus Osteuropa dagegen nicht. Eine feine Sache ist die per Tastendruck aktivierbare City-Funktion der Servolenkung, die dann extrem leichtgängig arbeitet.

Fazit: Der neue Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star ist eine spezielle Version des kleinen Kultautos. Mit seinem leistungsschwachen Motörchen liegt sein Tummelplatz eher im urbanen Umfeld als auf der Langstrecke.

Fiat 500C 1.0 GSE Hybrid Star

  • Motor: 3-Zylinder-Saugbenziner, 999 ccm, 69 PS
  • Antrieb: Vorderrad
  • Länge/Breite/Höhe: 3571/1627/1488 mm
  • Gewichte: leer 1055 kg; gesamt 1360 kg
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 13,8 sec.; Vmax: 167 km/h
  • Verbrauch: NEFZ-Norm 4,1 l; wob-Test 5,13 l Liter Super/100 km (Tank 35 l)
  • Preis: 19.486,05 Euro            tgz

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