1992: Guns N´Roses in Würzburg, November Rain im Juniregen

Daniela Bamberg

In unserer Jubiläumsausgabe finden Sie auch einen Rückblick auf viele Würzburger Höhepunkte der letzten 30 Jahre: Dazu gehört auch das Konzert von Guns N´Roses anno 1992 in Würzburg unterm Schenkenturm. Leider hatten wir kein passendes Bildmaterial – in den frühen 90ern ist man eben nicht mit dem Smartphone überall hin gerannt und hat pausenlos geknipst, getwittert und geinstagramt, sondern lieber den Moment genossen.

Auf einen facebook-Aufruf meldete sich glücklicherweise unserer Leserin Daniela Bamberg, die beim Konzert dabei war. Sie hat uns die Fotos geschickt, die wir hiermit online nachreichen. Vielen Dank, liebe Daniela!

Es war der Tag, als die wilde weite Welt zu Gast war: Los Angeles am Schenkenturm, rote Kopftücher und schwarze Totenkopf-Shirts, langhaarige Männer und knallharte Mädchen, Hardrock und ein Hauch Anarchie, ein plattgewalztes Kartenhäuschen.

Grob geschätzt 45.000 Fans waren dabei, als am 20. Juni 1992 die absolute Ausnahmeband Guns N´Roses in Würzburg ein Konzert gab, das zur Legende werden sollte – zum einen, weil hier nicht jeden Tag echte Superstars vorbei schauen. Zum anderen, weil die 250.000-Watt-Anlage das ganze Maindreieck beschallt hat, weshalb man von 45.000 Zuschauern sprechen kann und wohl von gut 100.000 Zuhörern. Und natürlich, weil Axl Rose den Hit „November Rain“ untermalt von einem spektakulären Platzregen vortrug, der das Konzertgelände in eine gigantische Matschwanne verwandelte.

Schlamm und Rockmusik, Regen und Freiheit, Chaos und Jugend – an diesem Tag erlebte Würzburg sein Woodstock. So etwas gab es seither nie wieder.

5 Kommentare zu “1992: Guns N´Roses in Würzburg, November Rain im Juniregen

  1. Hallo Daniela wie hast du geschafft damals einen Photo mit rein zu kriegen. Ich kann mich noch genau erinnern wie sie uns durchsucht haben vor der holztreppe auf einen deiner bilder. Damals war ich 14 werd das nie vergessen! 20.06.1992!

    1. Bestes Konzert meines Lebens!!! Axel , Slash.. in Bestform und dann der Gewitterregen. Ich glaube 5 Gewitter nacheinander schrieb damals die Presse. Schlamm-Rock vom allerfeinsten 🤟Niemals zuvor und danach habe ich so etwas gigantisches erlebt… mein Woodstock ❤
      Wir sind danach in einem Konvoi von hunderten fast nakten verschlammten Leuten Richtung Autobahn gefahren , alleine dieser krönende Abschluß ist unvergesslich . Ich würde sterben dafür, das nochmal erleben zu dürfen (etwas übertrieben 😜)

  2. Horror Festival, mit einem Wolkenbuch der seinesgleichen suchte. Das Konzert war auf einem Berg, den man einige km hochlaufen musste, als das Konzert dann wegen Gewitter bei GnR abgebrochen/unterbrochen wurde, sind wir den Berg wieder runtergelaufen. Es war aber keine Straße oder ein Weg mehr da, denn Wassermassen flossen den ganzen Weg hinunter, wir standen fast durchgehen bis zu den Knöcheln in fließendem Wasser und waren nass bis auf die Knochen !! Heutzutage undenkbar das ein Festival unter solchen Bedingungen weiterlaufen dürfte. Eva Empter schreibt oben, „bestes Konzert ihres Lebens“ – für mich war es eines der schlimmsten Festivals ever. Aber man wird es ewig in Erinnerung halten, die Story von dem WasserFall-Weg werde ich noch meinen Enkeln erzählen.

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