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WOB mobil

wob-Autotest: Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR

Autotest Seat Tarraco

Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR: Kraftvoller Dieselmotor gepaart mit permanentem Allradantrieb. Foto Thomas G. Zügner

Leistungsspritze fürs Flaggschiff: Der Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR hat jetzt glatte 200 PS unter der Haube

Er ist das Flaggschiff der spanischen Marke: Jetzt hat der neue Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR eine kleine Leistungsspritze erhalten. Statt 190 PS erwirtschaftet der 1.968 ccm große Turbodiesel 200 PS.

Von wob-Testpilot Thomas G. Zügner

Design: Gelungen ist die optische Mischung aus kerniger Robustheit und feiner Eleganz. Die Karosserieabdeckungen an den Radhäusern und der Kühlergrill sind ganz in Schwarz ausgeführt. Zwei Falze an den Fahrzeugseiten sorgen für scheinbare Länge. Der obere Knick bezieht die Türgriffe mit ein, der untere trägt graue Zierleisten. Ein graziles LED-Lichtband verbindet die Rückleuchten. Zur FR-Ausstattungslinie gehören grau lackierte Außenspiegelgehäuse sowie ein Heckspoiler in Wagenfarbe. Nur optischer Bluff sind dagegen die Blenden im Chromdesign, die eine Auspuffanlage mit riesigen Doppelendrohren suggerieren sollen.

Innenraum: Hochwertige Materialien, Chromapplikationen, vielfältige Ablagemöglichkeiten und ein Lederlenkrad, das allerdings nur gegen Aufpreis beheizbar ist, finden sich im Innenraum. Das volldigitale Kombiinstrument ist leicht ablesbar, lässt sich recht individuell darstellen und mit den gewünschten Informationen bestücken. Fast alle wichtigen Einstellungen erfolgen intuitiv über Schalter, Tasten und Rädchen. Ablenkungen beim Bedienen des Berührungsbildschirms halten sich in Grenzen.

Platzängste treten im Tarraco nicht auf. Besonders die Passagiere im Fond erwartet ein riesiges Wohlfühlterrain, wo sie fast schon die Beine übereinander schlagen können. Die um rund 18 cm verschiebbare Rücksitzbank erhöht die Variabilität des Kofferraums, der zwischen 760 und 1920 Liter Volumen aufweist. Ist der verstellbare Gepäckraumboden in oberer Position, ergibt sich eine ebene Ladefläche, ansonsten bleibt eine kleine Stufe. Die extrem schnell verschmutzende elektrische Heckklappe lässt sich sensorgesteuert öffnen und schließen. Statt des merkwürdigen Herumhampelns per Fußtritt wäre ein Annäherungsmodus aber die zweifelsohne elegantere Lösung.

Antrieb: Die kleine Kraftspritze um 10 PS sorgt für einen Tick bessere Fahrleistungen. Mit 400 Nm blieb die Zugkraft des direkt einspritzenden Turbodiesels unverändert, das Drehzahlfenster für den maximalen Wert wurde ein klein wenig größer. Die 7,78 Liter Super auf 100 km im wob-Alltagstest sind ein guter Wert. Möglicherweise wäre er bei etwas höheren Außentemperaturen noch etwas niedriger ausgefallen.

Fahrbetrieb: An genügend „Dampf“ schon im unteren Drehzahlbereich mangelt es dem sehr laufruhigen und kultivierten Selbstzünder nicht. Das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet sanft, gönnt sich aber beim Anfahren einen Wimpernschlag zuviel Zeit, um „in die Gänge“ zu kommen. Unterschiedlich einstellbare Fahrprofile beeinflussen Lenkung, Gasannahme und Schaltkennlinie.

Der Terraco ist zwar straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmt, in flott umrundeten Kurven hält sich die Neigung der Karosserie in Grenzen. Mit der elektronischen Differentialsperre und dem permanenten Allradantrieb ist der Spanier nicht nur auf nassen Straßen sicher unterwegs, sondern zieht auch durch tiefen Schnee tapfer seine Spuren.

Fazit: Der neue Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR wird mit seinen 10 PS mehr unter der Haube zwar nicht zum Sportler, bietet aber ein insgesamt rundum gelungenes Gesamtpaket an Dynamik und Komfort.

Seat Tarraco 2.0 TDI 4Drive FR

  • Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel, 1968 ccm, 200 PS
  • Antrieb: Permanenter Allrad
  • Länge/Breite/Höhe: 4735/1839/1665 mm
  • Gewichte: leer 1921 kg; gesamt 2380 kg
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 7,8 sec.; Vmax: 212 km/h
  • Verbrauch: WLTP-Norm 6,7 l; wob-Test 7,78 l Liter Diesel/100 km (Tank 60 l)
  • Preis: 46.800 Euro

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