Winterdienst im Einsatz gegen Eis und Schnee

In der Kitzinger Salzhalle der Straßenmeisterei lagern ca. 1.000 Tonnen Salz. Foto © J1-Fotografie und Luftbildservice

Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamtes: Gut gerüstet für den Winterdienst

Um diese Zeit müssen die unterfränkischen Straßenmeistereien mit ersten Winterdiensteinsätzen rechnen. So auch in diesem Jahr: Die ersten Einsätze wurden am ersten Adventswochenende gefahren. Nicht nur bei Schneefall ist dabei das Ausrücken der Einsatzfahrzeuge erforderlich, denn bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt können bei Nässe und Nebel die Straßen schnell glatt werden. Dann steht der Winterdienst im Blickpunkt der Öffentlichkeit, da alle unmittelbar betroffen sind.

Das Staatliche Bauamt Würzburg betreut mit ihren vier Straßenmeistereien in Kitzingen, Lohr, Ochsenfurt und Würzburg ca. 1.300 km Bundes-, Staats- und Kreisstraßen und hatte in der Wintersaison 2020/21 einen Salzverbrauch von zusammen ungefähr 10.300 Tonnen.

Späher ab 3 Uhr nachts unterwegs

Der Dienst verläuft im Schichtbetrieb. Bereits ab 3 Uhr nachts kontrollieren die sogenannten Späher oder Winterdienstmelder die Strecken. Bei Bedarf rücken anschließend die Einsatzfahrzeuge aus, um bis zum einsetzenden Berufsverkehr eine sichere Straße zu gewährleisten.

Auch abends werden noch regelmäßig Einsätze gefahren. Denn der Winterdienst ist auch im Einsatz, wenn kein Schnee gemeldet ist. Gerade Raureif und überfrierende Nässe können so präventiv verhindert werden.

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Die Beladung der Einsatzfahrzeuge erfolgt hier mittels Radlader. Foto © J1-Fotografie und Luftbildservice

Nach dem Winter ist vor dem Winter

Die Vorbereitung auf den nächsten Winter beginnt direkt nach dem letzten Winterdiensteinsatz des Vorjahres. Dann werden alle Fahrzeuge grundgereinigt und einer genauen Sichtkontrolle unterzogen. Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen werden vorgenommen.

In den Sommermonaten werden die Streuer überprüft und justiert. Parallel laufen bereits die Salzbestellungen für den nächsten Winter, denn das Salz ist jetzt günstiger.

Im Herbst beginnt eine intensive Sicherheitsunterweisung, die auch erfahrene Mitarbeiter alljährlich durchlaufen. Diese besteht unter anderem aus einer Streckeneinweisung und einer Anleitung zum effektiven Räumen und Streuen. Hierbei wird auf den Leitsatz: „So viel Salz wie nötig, aber so wenig wie möglich“ eingestimmt. Anschließend werden die sogenannten Winterdienstmelder eingewiesen. Zum Abschluss erfolgt die praktische Unterweisung am Fahrzeug.

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Der Winterdienst ist einsatzbereit. Im Hintergrund die neue Mainbrücke in Marktheidenfeld. Foto © J1-Fotografie und Luftbildservice

Winterdienst: Gute Vorbereitung ist alles

Oberstes Ziel des Betriebsdienstes ist eine möglichst ständige Verfügbarkeit der Straßen auch in den Wintermonaten.

Aber auch der beste Winterdienst kann nicht gewährleisten, dass alle Straßen immer komplett schnee- und eisfrei sind. Deshalb sollten die Autofahrer bei entsprechender Witterung mit Schneeresten, stellenweiser Glätte, Schneeverwehungen oder bei länger andauernden Schneefällen auch mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen.

„Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann daher einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Winter leisten, in dem er sein Auto rechtzeitig mit Winterreifen ausrüstet und sein eigenes Fahrverhalten den winterlichen Fahrbahnverhältnissen anpasst“, sagt Andreas Hecke, Fachbereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Würzburg.

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