Uwe Kinstle: bei der Johanniter-Unfall-Hilfe viel bewegt

Uwe Kinstle engagiert sich seit 43 Jahren bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Auch beim Attentat am Barbarossaplatz war er im Einsatz. Foto Simeon Wohlleber / Johanniter

Nach 43 Jahren im Dienst für die Menschen in der Region: Uwe Kinstle zum Bundesdelegierten der Johanniter-Unfall-Hilfe gewählt

Uwe Kinstle, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Unterfranken, wurde zum Bundesdelegierten der Johanniter-Unfall-Hilfe gewählt. Er verstärkt von nun an das 27-köpfige Team, welches ganzjährig über grundlegende Belange der Johanniter-Unfall-Hilfe diskutiert und entscheidet. Der 56-jährige wurde als fünfter bayrischer Vertreter von seinem Kollegium im Landesverband Bayern gewählt.

Die Delegiertenversammlung ist eines der drei Organe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Sie setzt sich aus den auf Landesebene gewählten, Vertreterinnen und Vertretern sowie den Mitgliedern der Landesvorstände, des Bundesvorstands, der Bundesleitung und des Präsidiums zusammen. Auch Mitglieder der Bundesjugendleitung sind mit einer Stimme vertreten.

Für Kinstle ist die Wahl zum Bundesdelegierten eine Ehrensache. „Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus 43 Jahren Johanniterleben mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Bundesdelegiertenversammlung zu teilen und somit einen Beitrag für alle Johanniter zu leisten“, betont das Mitglied des Regionalvorstandes.

Seit 1978 für die Johanniter im Einsatz

Uwe Kinstle engagiert sich seit 1978 ehrenamtlich für die Johanniter in Würzburg. Nach elf Jahren im Ehrenamt arbeitete er zwei Jahre im Rettungsdienst, bis er 1991 die Stelle als Ausbildungsleiter übernahm. Von 1995 bis 1998 war er drei Jahre im Amt des stellvertretenen Geschäftsstellenleiters. Der Aufstieg kam schnell und Uwe Kinstle wurde 1998 neuer Geschäftsstellenleiter. Am 1. Oktober 2001 trat Kinstle das Amt als Mitglied des unterfränkischen Regionalvorstands an, in dem er mittlerweile seit mehr als 20 Jahren tätig ist.

In seinen 43 Jahren bei der Johanniter-Unfall-Hilfe trug Kinstle nicht nur für das gute Image der Johanniter bei, sondern bewegte auch etwas: So gründete er 1995 mit dem damaligen Standortpfarrer Karl-Heinz Wagner die Notfallseelsorge in Würzburg. Unter seiner Leitung wurde nicht nur das Ausbildungsangebot erheblich erweitert, sondern auch für die Dienststelle neue Geschäftsfelder, wie zum Beispiel der Johanniter-Kindergarten oder der Patientenbegleitdienst geschaffen. Im Jahr 2020 dann der nächste Meilenstein: Uwe Kinstle übernimmt im Februar als Mitglied des Regionalvorstandes im Regionalverband Unterfranken auch noch den Regionalverband Oberfranken mit Geschäftssitz in Bamberg.

Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Rettungsdienst tragen viele Großeinsätze seine Handschrift. So bekleidete Uwe Kinstle bei den beiden Würzburger Attentaten im Jahr 2016 und 2021 als Abschnittsleiter Einsatzstelle und Organisatorischer Leiter des Rettungsdiensts zwei Führungspositionen. Die sehr gute Zusammenarbeit der Würzburger Hilfsorganisationen verdanken die Johanniter unter anderem seinem persönlichen Engagement. Innerhalb der ARGE Würzburg, der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz, ist Kinstle eine tragende Säule.

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