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Stadt Würzburg

Tunneln gegen den Verkehrsinfarkt

Der FW-FWG-Fraktionsvorsitzende Josef Hofmann hat im Laufe des vergangenen Jahres das Konzept „Schalksbergtunnel“ entwickelt. Dieses sieht einen Tunnel zwischen Oberdürrbacher Straße und Nordtangente vor. Der Tunnel soll die Bewohner des nordöstlichen Würzburgs vom Verkehr entlasten, den die Erweiterung der Uniklinik mit sich bringen wird.

Entlastung für den Würzburger Norden: Freie Wähler haben Konzept „Schalksbergtunnel“ entwickelt

„Der Würzburger Norden erstickt im Verkehr. Die Anwohner rund um das Universitätsklinikum leiden: Staus, Lärmbelästigung und Abgase gehören hier zum Alltag und sorgen dafür, dass die Lebensqualität in den betroffenen Quartiere Grombühl, Zinklesweg, Versbach, Steinlein, Oberdürrbach, Lindleinsmühle und Schwarzenberg sinkt“, sagt Josef Hofmann, der Fraktionsvorsitzende der FW-FWG während einer Pressekonferenz zum Thema neue Verkehrskonzepte. Bereits jetzt sei die Kapazität der Straßen erschöpft.

„Belastung für Anwohner wird zunehmen“

Rund 1,2 Milliarden Euro werde der Freistaat in den kommenden Jahren in den Ausbau und die Verbesserung des Universitätsklinikums stecken, erläuterte Hofmann weiter. „Wenn dieser Neubau Wirklichkeit wird, dann wird die Belastung für die Anwohner noch weiter zunehmen“, dessen ist sich die Freie Wählergemeinschaft sicher. Natürlich begrüße die Gemeinschaft die geplante Erweiterung der Universitätskliniken. Was fehle, sei ein schlüssiges Verkehrskonzept, das den Verkehr in geregelte Bahnen lenkt und die über 23.000 betroffenen Einwohner in den Stadtteilen entlastet.

Der Fraktionsvorsitzende Josef Hofmann hat im Laufe des vergangenen Jahres das Konzept „Schalksbergtunnel“ entwickelt. Dieses sieht einen Tunnel zwischen Oberdürrbacher Straße und Nordtangente vor. Der zweispurige Verbindungstunnel hätte ein fünfprozentiges Gefälle bzw. Steigung und eine Länge von rund 900 Metern. „Für den Bau würden lediglich ca. 80qm Fläche der insgesamt rund 645.000 Quadratmeter großen Rebfläche des Steinbergs benötigt“, rechnet Hofmann vor. Die größten Teile der benötigten Flächen, auch für eine Brücke über die Rimparer Steige, würden sich ohnehin im Besitz der öffentlichen Hand, Freistaat oder Stadt, befinden, und die Eingriffe in die Natur wären minimal.

Gesamtkosten auf 35 Millionen geschätzt

Dort, wo der Tunnel auf die Nordtangente trifft, ist idealerweise eine Schleifenlösung geplant, damit Autofahrer aus allen Richtungen das Universitätsklinikum bequem erreichen können. In der Schleife sei Platz für eine „grüne Lunge“ oder ein Park & Ride Parkhaus. Das Parkhaus wäre der ideale Ausgangspunkt für einen regelmäßigen Shuttle-Bus-Service zur Uniklinik. Und auch Bahn- und Busreisende profitieren laut Hofmann, da durch den bereits bestehenden Fußgängertunnel der Bahnhof schnell erreichbar ist.

„Folgt man den Ansätzen des bayerischen Verkehrsministeriums, kommt man für den Tunnel auf Kosten von rund 20 Millionen Euro. Etwa fünf Millionen werden für Anbindungen, Brücken und Innenausbau berechnet.“ Dies führe zu Gesamtkosten von rund 35 Millionen Euro, rechnete Hofmann vor.

Förderungen werden erwartet

Die Bau- und Genehmigungszeit gab er mit vier bis fünf Jahren an. „Eine hohe Förderquote durch das Gemeindefinanzierungsgesetzt (GVFG) und/oder das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ist, ähnlich wie bei der Förderung am Zeller Bock, zu erwarten“, so Hofmann Es sieht in diesem Projekt eine Investition in die Zukunft. Nach den Kommunalwahlen am 15. März, wollen die Freien Wähler im Stadtrat beantragen, die Pläne durch die Verwaltung prüfen und bewerten zu lassen.

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