Spielplatz am Lehmgrubenweg – Die Ringelnatter als Patin

Die neue Spiellandschaft des Gartenamtes auf dem Schlangenspielplatz. Foto Gartenamt, Marie-Luise Löchner

Gartenamt eröffnet überarbeiteten Spielplatz am Lehmgrubenweg in Heidingsfeld

Der Spielplatz am Lehmgrubenweg ist ein sehr beliebter und generationsübergreifender Treffpunkt in der Siedlung. Jahrzehntelang befand sich dort eine Schlange aus Beton, die nicht nur ein Spielgerät war, sondern viel mehr: Namensgeberin, identitätsstiftende Skulptur und Kindheitserinnerung, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.

Die Sicherheit der Kinder auf den öffentlichen Spielplätzen hat für das Gartenamt allerdings oberste Priorität. Daher werden regelmäßig die vorgeschriebenen Überprüfungen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurde 2019 festgestellt, dass die Schlange nicht mehr den aktuellen Normen entsprach. Viele kleine und große Schlangenfans setzten sich daraufhin für den Erhalt ein. Nachdem verschiedene Möglichkeiten abgewogen wurden, sprach sich das Gartenamt klar für die Errichtung einer neuen Schlange aus. Ende Mai letzten Jahres erfolgte die Vergabe der erforderlichen Landschafts- und Wegebauarbeiten sowie Baumpflegemaßnahmen für rund 100.000 Euro; mit den Arbeiten wurde Ende August 2021 begonnen.

Kleine Kinder bewachen und Glück bringen

„Für den umgestalteten Spielplatz wird künftig die Ringelnatter Patin stehen. Sie ist eine der häufigsten heimischen Schlangenarten und für den Menschen ungefährlich“, erläutert Gartenamtsleiter Dr. Helge Bert Grob. Nach altem Volksglauben sollen Ringelnattern, die in der Nähe des Menschen leben, kleine Kinder bewachen und ganz allgemein Glück bringen.

Um die neue identitätsstiftende Schlange thematisch einzubinden und zusätzliche Spielinhalte zu schaffen, hat das Gartenamt einen Teilbereich des Spielplatzes umgestaltet. Die Ringelnatter taucht in Form von geschwungenen Betonelementen als Sandkasteneinfassung und Sitzmöglichkeit auf. Die Betonrohlinge sollen noch mit Mosaikfliesen gestaltet werden. In diesem Zusammenhang plant das Gartenamt voraussichtlich im Herbst eine Beteiligungsaktion.

Sowohl die bestehenden als auch die neuen Spielgeräte, die um die Ringelnatter angeordnet sind, stellen ihren Lebensraum – also Feuchtwiese, Schilfhaufen und vermodernde Baumstümpfe – dar. Dies wird sowohl über die verwendeten Materialien (hauptsächlich Robinienhölzer) als auch über die Farbgestaltung (Grün- und Brauntöne) erreicht.

Reifenschwinger, Doppelschaukel und Karussell blieben erhalten und wurden teilweise erneuert. Federwippen und Rutsche wurden ersetzt und mit zusätzlichen Kletter- und Balanciermöglichkeiten ergänzt. Da sich Ringelnattern hauptsächlich von Fröschen und Kröten ernähren, finden auch zwei Frösche als Spielskulptur und Federwippe in den Randbereichen ihren Platz.

Die bestehenden Sitzmöglichkeiten blieben erhalten. Der bereits provisorisch angebrachte Korb für Sandspielgeräte wurde dauerhaft installiert. Außerdem wurden der Zugangsbereich sowie die Fläche für die Tischtennisplatte samt Sitzgruppe überarbeitet.

  • Auch der Spielplatz in der Richard-Strauss-Straße wird überarbeitet.

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