Sommerzeit: Und wieder wird an der Uhr gedreht

Die Sommerzeit beginnt 2022 am 27. März, in der Nacht zum Sonntag wird die Uhr dann um eine Stunde vorgestellt: Um zwei Uhr nachts ist es dann schon drei Uhr. Foto © panthermedia.net / marog-pixcells

In der Nacht zum Sonntag, 27. März wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt

In der Europäischen Union werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Und das, obwohl die Zeitumstellung eigentlich abgeschafft werden sollte: Bereits 2018 sprachen sich bei einer Online-Befragung der EU-Kommission 84 Prozent der Teilnehmer dafür aus, sie zu beenden. Auch im EU-Parlament stimmte im März 2019 eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten für die Abschaffung der Zeitumstellung.

Doch bei den Ländern der EU gibt es noch keine gemeinsame Position, ob es dauerhaft die Sommer- oder die Normalzeit geben soll. Daher bleibt es weiterhin bei der Zeitumstellung. „So werden auch in diesem Jahr wieder in der Nacht auf Sonntag, den 27. März, die Uhren um eine Stunde vorgestellt“, so Alexander Pröbstle von der AOK in Würzburg.

„Mini-Jetlag“ für die innere Uhr

Manche Menschen sollen ja durch die Zeitumstellung schlecht schlafen und sich müde, schlapp und unkonzentriert fühlen. „Besonders die Umstellung auf die Sommerzeit bringt den inneren Takt durcheinander“, so Alexander Pröbstle. Durch die Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist es morgens schlagartig eine Stunde länger dunkel und abends eine Stunde länger hell. „Wir erleben dadurch einen Mini-Jetlag“, sagt Pröbstle. Der Körper könne sich auf die „fehlende“ Stunde nicht so schnell einstellen und schütte Schlafhormone wie Melatonin zur gewohnten Zeit aus, was den Biorhythmus aus dem Gleichgewicht bringen soll.

Umstellung auf Sommerzeit: So passt man sich schneller an

Wie schnell sich Menschen an den neuen Wechsel von Helligkeit und Dunkelheit gewöhnen, ist individuell verschieden. In der Regel braucht der Körper maximal zwei Wochen, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen. Besonders betroffen sind die „Nachteulen“, also Menschen, die spät ins Bett gehen und morgens gerne länger schlafen.

Mit ein paar einfachen Tipps klappt es besser mit der Zeitumstellung. „Wer sich bei Tageslicht viel draußen aufhält, gewöhnt seine innere Uhr schneller an den neuen Tagesrhythmus“, empfiehlt Alexander Pröbstle. Üppige Mahlzeiten am Abend und zu viel Alkohol und Koffein sollten vermieden werden.

Schlafexperten warnen zudem vor zu viel Aufregung vor dem Schlafengehen. Insbesondere Fernsehen und Social Media stehen im Verdacht, das Einschlafen zu erschweren, auch weil die Geräte LED-Licht ausstrahlen, das die Melatoninausschüttung verzögern soll. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training hingegen können helfen, besser ein- und durchzuschlafen.

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