Die Pflanzenbörse im Botanischen Garten ist zurück

Äußerst beliebt: Die Pflanzenbörse beschert dem Botanischen Garten jährlich seinen besucherreichsten Tag. Foto Gerd Vogg / Universität Würzburg

Am Sonntag, 22. Mai können Pflanzenbegeisterte im Botanischen Garten der Universität Würzburg endlich wieder nach Raritäten stöbern.

Wie so viele Dinge musste auch sie die über die letzten beiden Jahre pausieren: die Pflanzenbörse im Botanischen Garten der Universität Würzburg. Am Sonntag, 22. Mai können Pflanzenbegeisterte endlich wieder nach Raritäten stöbern.

Die Pflanzenbörse bringt jährlich den besucherreichsten Tag für den Botanischen Garten der Universität Würzburg. Von 10 bis 18 Uhr können Interessierte nicht nur das wunderschöne Ambiente vor Ort genießen, sondern sich auch über Pflanzen aller Art informieren und viele davon sogar käuflich erwerben. Mehr Informationen zur Pflanzenbörse liefert Dr. Gerd Vogg, Wissenschaftlicher Kustos des Botanischen Gartens.

Seit wann gibt es die Pflanzenbörse im Botanischen Garten?

Dr. Gerd Vogg: Das ist mittlerweile unsere 15. Pflanzenbörse. Mit Ausnahme der coronabedingten Absagen in den vergangenen zwei Jahren findet sie jedes Jahr Mitte Mai nach den Eisheiligen statt.

Was war der Auslöser für ihre Gründung?

Dr. Vogg: Viele Besucherinnen und Besucher fragen immer wieder, wie und wo sie an so seltene Pflanzen wie im Botanischen Garten kommen. Der Botanische Garten verkauft aber keine Pflanzen. Deshalb kam die Idee auf, Spezialitätengärtnereien aus ganz Deutschland einzuladen. Diese Gärtnereien produzieren alle ihre Pflanzen selber, sind oft auf eine oder wenige Pflanzengruppen spezialisiert. Bei uns findet man auch besondere Pflanzen, die man sonst nicht so leicht bekommt: Sukkulenten, Freilandorchideen, fleischfressende Pflanzen, spezielle Gemüse- und Kräutersorten, Alpin- und Präriestauden, Pfingstrosen und noch viel mehr.

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Voll bepackt mit tollen Sachen: Bei der Pflanzenbörse können Interessierte seltene Gewächse erwerben. Foto Gerd Vogg / Universität Würzburg

Welche Anbieter sind bei der Pflanzenbörse vertreten?

Als Ausstellende kommen neben den Spezialitätengärtnereien auch Pflanzengesellschaften aus der Region, zum Beispiel die Kakteenfreunde Würzburg. Das sind ebenfalls echte Spezialisten für ihre Pflanzen.

Und wie sehen typische Besucher aus?

Dr. Vogg: Bei den Besuchern ist das Feld breit gefächert. Es gibt ebenfalls die Spezialisten, die kommen gleich zu Beginn, sind informiert und schauen an ausgewählten Ständen nach echten Raritäten. Daneben kommen aber viele Pflanzenfans, die die angebotene Vielfalt genießen und zu schätzen wissen. Für diese Gruppe sind alle Stände interessant. Das Besondere ist dabei vor allem die fachkundige Beratung, die man hier zu den Pflanzen erhält. Auch ein Pflanzendoktor hilft bei Fragen zu den eigenen Pflanzen.

Ausgewählte Partner der Würzburger Pflanzenbörse

flora-montana
Gartenwerkstatt-Schreiner
Gruenes-Eck
Hornung
OrchideenGrom

Wie sieht ein Tag der Pflanzenbörse im Botanischen Garten aus?

Dr. Vogg: Die Pflanzenbörse ist der Tag mit dem größten Besucheransturm im Jahr. Wir hatten schon Veranstaltungen mit fast 6.000 Besuchern. Dieses Jahr werden wir auf jeden Fall auf größere Abstände zwischen den Ständen achten. Der Botanische Garten präsentiert sich im Mai mit seiner größten Blütenpracht. So blühen zum Beispiel die mediterrane Felsheide und auch die Strauchpfingstrosen. Viele flanieren nach dem „Einkauf“ und Stöbern an den Ständen noch durch den Garten und lassen sich inspirieren für ihre Gartenprojekte.

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Von fleischfressenden Pflanzen bis zu Sukkulenten hat die Pflanzenbörse für jeden Geschmack etwas zu bieten. Foto Gerd Vogg / Universität Würzburg

Warum verlangt der Botanische Garten bei der Pflanzenbörse Eintritt?

Dr. Vogg: Die Pflanzenbörse ist der einzige Tag im Jahr, an dem Eintritt verlangt wird, fünf Euro pro Person. Mit dem Eintritt wird der Botanische Garten unterstützt. Die Einnahmen der Pflanzenbörse sind für den Garten sehr wichtig für die Umsetzung der vielen Projekte. Insofern kommt das auch allen Besuchern wieder zugute.

Der Botanische Garten hat aber noch mehr zu bieten neben der Pflanzenbörse. Wir sind eine Bildungseinrichtung der Universität, und wir hoffen natürlich, dass die Besucher jedes Mal etwas Neues lernen und von der Vielfalt der Pflanzen fasziniert werden. Deshalb gibt es ein öffentliches Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Workshops und Ausstellungen. Der Garten war pandemiebedingt lange geschlossen, jetzt aber läuft alles wieder an.

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Wer den Botanischen Garten der Uni am Julius-von-Sachs-Platz 4 besuchen möchte, reist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Straßenbahnlinien 3 und 5 halten nur wenige Minuten Fußweg entfernt an der Haltestelle Dallenbergbad.

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