Non(n)sens in Röttingen: Wie finden Nonnen Nonnenwitze?

Von links: Erich Beck (Organisator des Besuchs), Lars Wernecke (Intendant der Frankenfestspiele Röttingen), Sr. Katharina (Oberin Ursulinen), Sina Louise Dieterle (Darstellerin Sr. Robert Anne), Sr. Lourthu (Ursulinen), Nina Basten (Darstellerin Sr. Maria Hubert), Lasarah Sattler (Sr. Maria Amnesia), Sr. Rut (Ursulinen), Sr. Scholastika (Ritaschwestern), Sr. Johanna (stellv. Oberin Ursulinen), Marie-Sophie Weidinger (Darstellerin Maria Leo), Safak Pedük (Darstellerin Oberin Sr. Maria Regina), Volker Hofmann (Zweiter Bürgermeister Stadt Röttingen) und Susann Guttmann (Leiterin Stadtmarketing & Tourismus Stadt Röttingen, Künstlerisches Betriebsbüro der Frankenfestspiele). Foto Günter Kraft

Nonnen begeistert von Non(n)sens: Würzburger Ursulinen zu Besuch bei den Frankenfestspiele Röttingen

Besondere Gäste bei der Vorstellung der Musical-Comedy „Non(n)sens“ von Dan Goggin im Hof der Burg Brattenstein: Vier Klosterschwestern der Ursulinen Würzburg und eine befreundete Schwester der Ritaschwestern nahmen die Einladung der Frankenfestspiele Röttingen an. Organisator ihres Besuches war der gebürtige Röttinger Erich Beck, der sich mit viel Herzblut für die Frankenfestspiele Röttingen einsetzt und alljährlich Freikarten-Aktionen der Festspiele an soziale Einrichtungen in die Wege leitet.

Die Ursulinerinnen, Oberin Schwester Katharina, Schwester Johanna (stellv. Oberin), Schwester Rut, Schwester Lourthu und Schwester Scholastika (Ritaschwestern) erfreuten sich an der hervorragenden Präsentation der fünf „Non(n)sens“-Darstellerinnnen. Schwester. Katharina fand es besonders interessant zu sehen, welches Bild Außenstehende von Nonnen haben. Ehrlich beurteilten die Klosterschwestern aus ihrer Sicht das Stück: Einige Witze in der ersten Hälfte fanden sie „nicht ganz glücklich“. Die zweite Hälfte der Inszenierung dagegen hätte alle „mehr als begeistert und allerbestens unterhalten“.

Was hinter dem Klosterleben steckt

Besonders toll fanden die Ordensschwestern, dass das Wesentliche, was hinter dem Klosterleben steckt, vermittelt wurde: Nämlich, dass man selbst entdeckt, was in einem steckt. Und wie die Gemeinschaft in einem Kloster ist.

Ebenso freudig erzählte Ursulinerin Katharina, dass sie den Beweggrund toll fand, warum die Figur „Schwester Robert Anne“ im Stück ins Kloster gehen wollte – treu nach dem Motto „Glaube versetzt Berge“.

Nonnentracht ist kein Faschingskostüm

Insgesamt fanden die Ursulinen „Non(n)sens“ ein sehr gelungenes Stück. Die Darstellung der Nonnen in dem Stück war für sie „vollkommen in Ordnung“. In diesem Zusammenhang bemerkte Schwester Katharina, dass sie es nicht nachvollziehen kann, dass Männer in Nonnentracht an Fasching akzeptabel sind, während Indigene oder Inuit als Kostümierung inzwischen verpönt sind. Die Nonnentracht sei eben kein Faschingskostüm.

Auf die Frage, ob die Ursulinerinnen ebenfalls wie im Stück alle Talente einsetzen würden, um Gelder für ihr Kloster zu mobilisieren, beantwortete Schwester Katharina: „Ich kann mir zwar nicht vorstellen auf dem Marktplatz zu singen. Aber die Idee eines Fundraising finde ich gut und könnte ich mir gut vorstellen, das einmal umzusetzen.“

Wer sich selbst ein Bild von der Musical-Comedy „Non(n)sens“ von Dan Goggin machen möchte, kann dies noch bis einschließlich 22. August 2026 tun. Ebenso kann die musikalische Komödie „Frau Luna“ von Heinz Bolten-Baeckers/Paul Lincke noch bis 21. August 2026 besucht werden.

Tickets gibt es unter www.frankenfestspiele.de, 09338 972855 oder direkt in der Tourist-Information Röttingen.

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