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Stadt Würzburg

Moria: Würzburg will Flüchtlinge aufnehmen

Wuerzburg Fluechtlinge Moria

Die Lage vieler Flüchtlinge – wie hier an der griechisch-mazedonischen Grenze – ist verzweifelt.
Bild von Jim Black auf Pixabay

Mit einem persönlichen Dank für sein Engagement und die Bereitschaft, rund 1.500 Flüchtlinge von den griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen, hat sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt aus Würzburg an Bundesinnenminister Horst Seehofer gewandt.

Dies sei die richtige Reaktion auf unhaltbare Zustände im zerstörten Lager von Moria, „wo die Menschen nach dem Brand auch die letzten Habseligkeiten verloren hätten und nun ohne ein Dach über dem Kopf buchstäblich auf der Straße sitzen würden“.

Würzburg habe sich als eine von über 100 Städten im Bündnis „Sicherer Hafen“ zur Aufnahme weiterer geflüchteter Menschen bereit erklärt, rief Schuchardt in diesem Zusammenhang in Erinnerung: „Es ist mir auch persönlich ein Anliegen, in dieser lebensbedrohenden Notlage ein Zeichen mitmenschlicher Solidarität zu setzen.“ Wenn man auf dieses Angebot nun seitens des Bundes eingehen wolle, sollte sich der Verteilungsschlüssel unter diesen Städten aus der jeweiligen Einwohnerzahl berechnen. Der Fokus solle auf Kindern und vulnerablen (verletzlichen, d. Red.) Gruppen liegen.

Die Europäische Union hat ihr Mitglied Griechenland alleingelassen.

Christian Schuchardt, oberbürgermeister von Würzburg

Bereits beim „Gebet für die Flüchtlinge auf Lesbos“ der Gemeinschaft Sant‘ Egidio in der Marienkapelle in Würzburg am 10. September hatte Schuchardt in einem Grußwort ein Plädoyer für mehr Nächstenliebe gehalten: „Die Europäische Union hat ihr Mitglied Griechenland alleingelassen, sie hat die betroffenen Menschen ihrem Schicksal überlassen und sie hat es sehenden Auges zu der jetzigen Katastrophe kommen lassen. Wer einen Asylantrag stellt, hat Anrecht auf ein geordnetes und faires Verfahren. Wer als Asylberechtigter anerkannt wird oder den Flüchtlingsstatus erhält, hat feststehende Rechte. Und jeder Mensch hat Anspruch auf eine menschenwürdige Behandlung.“

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