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Würzburg & Landkreis

Main und Badesee: Wasserwacht warnt vor Gefahren

Wasserwacht-Boote auf dem Main. Foto BRK-Wasserwacht

Baden im Main immer beliebter – Retter: Deutlich mehr Einsätze seit Corona

Dass Menschen bei sommerlich-warmen Temperaturen die Abkühlung im Wasser suchen, ist nichts Ungewöhnliches. Nachdem die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bislang aber nur einen eingeschränkten Schwimmbadbetrieb erlauben, stehen die Badestellen und Freiwasserflächen am Main hoch im Kurs. Die BRK-Wasserwacht warnt deshalb davor, die Gefahren an offenen und unbewachten Gewässern auf die leichte Schulter zu nehmen.

Sechsmal schrillten die sogenannten „Piepser“ der Wasserwacht allein in den letzten vier Wochen. Mit ihnen werden die mobilen Schnelleinsatzgruppen alarmiert, wenn abseits bewachter Badestellen ein Notfall geschieht oder Hilfe im Wasser benötigt wird. „Das sind deutlich mehr Einsätze als in normalen Zeiten – selbst in der Sommersaison”, weiß Bernhard Scheckenbach, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Würzburg. Auch wenn nicht bei jedem der Einsätze ein Menschenleben in Gefahr war, ist die Wasserwacht aktuell sensibilisiert.

“Dass an den Badestellen entlang des Mains dieses Jahr besonders viel los sein wird, haben wir schon erwartet”, erklärt Scheckenbach. „Wenn Sommerurlaube im Ausland ausfallen müssen und Schwimmbäder nur eingeschränkten Zutritt gewähren können, suchen die Menschen nach anderen Erholungsräumen.“ Der Main hat sich über die letzten Jahre dank seiner guten Wasserqualität zu einem beliebten Badegewässer entwickelt. Allerdings ist der Fluss als Bundeswasserstraße auch ein stark frequentierter Verkehrsweg. Neben Güter-, Passagier- und Kreuzfahrtschiffen tummeln sich im Fluss auch Ruderer, Sportbootfahrer, Kanuten, Stand-up-Paddler und natürlich Schwimmer.

Wegen der Strömung nah am Ufer bleiben

Dagegen ist nach Ansicht von Wasserwacht-Chef Scheckenbach nichts einzuwenden, sofern alle Beteiligten aufeinander Rücksicht nehmen und sich der besonderen Gefahren bewusst sind: „Gerade die großen Schiffe können Schwimmern nicht einfach ausweichen. Wenn nur der Kopf aus dem Wasser schaut, kann man Badende aus der Entfernung zudem leicht übersehen.” Auch wegen der Strömung sowie der starken Sogwirkung von Schiffen sollten sich Badende nur im ufernahen Bereich aufhalten und die Fahrrinne in der Flussmitte meiden.

Wasserwacht und DLRG patrouillieren in den Sommermonaten verstärkt mit ihren Rettungsbooten auf den Flussabschnitten in Stadt und Landkreis. Eine durchgehende Aufsicht an den Badestellen des Mains können die Wasserrettungsorganisationen dagegen nicht stellen. Die einzigen bewachten Freigewässer in Stadt und Landkreis sind die Erlabrunner Badeseen. Seit das Naherholungsgelände in den Pfingstferien für Besucher geöffnet wurde, besetzt die Wasserwacht die Wachstation am Badesee an allen Wochenenden und Feiertagen, in den Schulferien meist auch unter der Woche. Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer können nicht nur bei Notfällen im Wasser einschreiten, sondern versorgen auch Wunden oder medizinische Notfälle.

Baderegeln immer einhalten

Für ein sicheres Badevergnügen verweist Bernhard Scheckenbach auf die Einhaltung der Baderegeln. Grundsätzlich sollte man nicht mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss ins Wasser gehen. Gerade bei hochsommerlich-heißen Temperarturen ist es außerdem wichtig, sich vor dem Sprung ins kalte Wasser abzukühlen. Im Freiwasser sollten sich Schwimmer von Wasserpflanzen, Schiffen und Schleusenanlagen fernhalten. Auf langen Strecken ist es überdies ratsam, gemeinsam zu schwimmen, um sich im Notfall gegenseitig helfen zu können.

Geraten Schwimmer in ernste Notlagen, sollten Passanten nicht zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen. Die Wasserrettungsorganisationen stehen 24 Stunden in mobiler Bereitschaft – im Sommer wie im Winter.

Die Baderegeln sind unter www.wasserwacht.de → Baderegeln auf Deutsch sowie in acht weiteren Fremdsprachen online abrufbar.

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