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WOB mobil

Jeep Compass 4xe: Unter Strom durchs Gelände

Test Jeep Compass 4xe

Allrad-SUV mit Steckdosenanschluss: Jeep Compass 4xe. Foto Jeep

wob-Fahrbericht: Der neue Jeep Compass 4xe gehört zu den ersten elektrifizierten Modellen der Marke

Zusammen mit dem auf gleicher technischer Plattform basierenden Renegade 4xe ist der neue Jeep Compass 4xe das erste elektrifizierte Modell der Marke.

von wob-Testpilot Thomas G. Zügner

Der neue Teilzeitstromer mit Plug-in Hybrid verfügt unter der Bezeichnung 4xe (gesprochen: „vier mal e“) über Plug-in Hybrid-Technologie. Ein 1,3-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, der wahlweise 130 oder 180 PS leistet und die Vorderräder antreibt, arbeitet zusammen mit einem 60 PS starken Elektromotor, der für den Antrieb der Hinterachse zuständig ist.

Je nach Ladezustand der Hochvoltbatterie mit 11,4 kWh sorgen im standardmäßigen Hybrid-Modus Verbrenner und Stromer für die höchste Effizienz, wobei dem Elektromotor nach Möglichkeit der Vorzug gegeben wird. So kann der Teilzeitstromer einerseits um die 50 Kilometer (bis Tempo 130) rein elektrisch fahren, hat andererseits aber bei Bedarf stets Allradantrieb zur Verfügung mit einer variablen Drehmomentverteilung zwischen den Achsen. Dies ist möglich, weil ein zweiter Elektromotor, der über Riemenantrieb mit dem Verbrenner verbunden ist, als Generator die Batterie an der Hinterachse laden kann. Die wird damit nie vollständig leer, so dass dem Compass 4xe auch in anspruchsvollem Gelände nicht der „Saft“ ausgeht. Ansonsten dauert das Laden an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose nach Aussage der Jeep-Sprecher Markus Hauf und Tim Schüler etwa viereinhalb Stunden. Bei einem 16-Ampere-Anschluss sind es rund 100 Minuten.

Laden im Schiebebetrieb oder beim Bremsen

Neben dem Electric-Modus für rein elektrischen Antrieb kann der Fahrer auch die Einstellung E-Save aktivieren, bei der nur der Verbrenner arbeitet und der Ladezustand der Batterie „eingefroren“ oder diese aufgeladen wird. Laden im Schiebebetrieb oder beim Bremsen ist über eine zusätzliche Funktion mit der Bezeichnung E-coasting in allen drei Fahrmodi möglich.

Mit einer Systemleistung von 190 PS (NEFZ-Normverbrauch 1,9 Liter Super auf 100 km) oder 240 PS (2,1 Liter Super) ist der Jeep-SUV flott unterwegs. Nur unter Volllast hörten sich die Aggregate bei ersten Testrunden durch den Odenwald etwas angestrengt an. Der per Bordcomputer ermittelte Verbrauch belief sich beim stärkeren Compass bei insgesamt zügiger Landstraßentour und einer knapp 20 Kilometer langen Strecke im E-Save-Modus auf 4,5 Liter.

Weitestgehend unverändert blieben Abmessungen und Platzangebot des elektrifizierten Jeep. Eine kleine Einschränkung erfordert der Plug-in Hybride lediglich beim Kofferraumvolumen. Der Gepäckraum schrumpft beim Compass 4xe von 438 bis 1387 auf 420 bis 1230 Liter. Das ändert aber kaum etwas an der Alltagstauglichkeit.

Bei 41136,13 Euro beginnen die Preise für den Compass 4xe. Das sind fast 5.500 Euro mehr als bei der bisherigen 4×4-Version. Dafür kommt der Teilzeitstromer laut Hersteller in den Genuss der Innovationsprämie in Höhe von 6.750 Euro.

Die 4xe-Version ist künftig das einzige Compass-Modell, das über Allradantrieb verfügt. Die beiden 1.3 T-GDI mit 130 und 150 PS sind nur noch als Fronttriebler zu haben. Komplett aus dem Programm genommen wurden zudem die Dieselmotoren.

Jeep Compass 4xe

  • Motoren: Plug-in Hybrid: 1,3-Liter mit 130 und 180 PS plus Elektromotor mit 60 PS (Systemleistung 190 und 240 PS)
  • Antrieb: Permanenter Allrad
  • Länge/Breite/Höhe: 4393/1819/1649 mm
  • Fahrleistungen (240 PS): 0 bis 100 km/h: 7,3 sec.; Vmax: 200 km/h (rein elektrisch 130 km/h)
  • NEFZ-Normverbrauch (240 PS): 2,1 Liter Super/100 km; 22,9 kWh Strom/100 km
  • Preise: ab 41.136,13 Euro

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