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Ein Boxermotor als Mildhybrid: Subaru XV 2.0ie Platinum

Autotest Subaru XV 2.0ie Platinum

Subaru XV 2.0ie Platinum: Der 150 PS starke Benziner wird von einem 16,7 PS starken Elektromotor unterstützt. Foto Thomas G. Zügner

wob-Autotest: Der neue Subaru XV 2.0ie Platinum erhält eine sanfte elektrische Unterstützung

Subaru tanzt bei der Fahrzeugtechnik schon immer etwas aus der Reihe, wie Sie im neuen wob-Autotest lesen können: Beim neuen Subaru XV 2.0ie Platinum haben die Japaner den markentypischen Boxermotor als Mildhybrid mit einer elektrischen Unterstützung kombiniert.

Von wob-Testpilot Thomas G. Zügner

Design: Optisch blieb die zweite Generation des kompakten SUV unverändert. Der XV zeigt eine Mischung aus kerniger Robustheit und sportlicher Eleganz. Dazu tragen verschiedene Komponenten bei wie der verchromte Kühlergrill, die feinen schwarzen Scheinwerferumrandungen, die schwarzen Beplankungen an Radhäusern und Schwellern sowie der ebenfalls schwarze Heckspoiler. Silbern schimmernde Leisten treffen im Innenraum auf orangefarbene Kontrastnähe an Armaturentafel, Mittelkonsole, Sitzen und am beheizbaren Lederlenkrad. Die Bedienung erfolgt narrensicher und intuitiv über haptische Tasten, Knöpfe und Schalter. Ablenkendes Herumtatschen auf dem Berührungsbildschirm ist den eher unwichtigen Einstellungen vorbehalten.

Raumangebot: Obwohl der Subaru XV mit knapp 4,47 m Außenlänge gerade noch ins Kompaktsegment passt, erweist sich das Platzangebot im Fond durchaus als Mittelklasse-tauglich. Der 340 Liter große Kofferraum vergrößert sich auf 1173 Liter, wenn die im Verhältnis 60:40 geteilte Rücksitzlehne umgeworfen wird, wobei dann ein ebener Laderaumboden entsteht. Allerdings sind das zwischen 45 und 137 Liter weniger als beim Vorgängermodell.

Antrieb: Dass Subaru auf Boxermotoren mit waagrecht gegenüber liegenden Kolben setzt, begründen die Ingenieure mit dem niedrigeren Schwerpunkt und der dadurch besseren Fahrstabilität. Außerdem sei die Konstruktion steifer, was wiederum die Vibrationen minimiere. Im XV mit Mildhybrid kommt ein 150 PS leistender 2,0-Liter-Benziner zum Einsatz, der von einem 16,7 PS/12,3 kW starken Elektromotor unterstützt wird, der 66 Nm Zugkraft beisteuert. Bei geringer Last kann der Japaner laut Hersteller damit bis maximal 40 km/h eine Strecke von bis zu 1,6 Kilometern rein elektrisch fahren. In der Praxis schaltet sich bereits bei leiser Berührung des Gaspedals der Verbrenner zu. Insgesamt ist der Aufwand groß, der Nutzen wohl eher bescheiden. Lag der NEFZ-Normverbrauch beim 156 PS starken Vorgänger ohne Hybridisierung bei 6,9 Litern Super E10 auf 100 km, sank der Wert beim Teilzeitstromer gerade einmal um 0,4 Liter.

Fahrbetrieb: Der XV fährt sich nicht überaus sportlich, aber solide und ausreichend kraftvoll. Drückt der Fahrer das Gaspedal nicht bis zum Bodenblech durch, ist der früher so gefürchtete Gummibandeffekt des stufenlosen CVT-Automatikgetriebes weitestgehend ausgemerzt. Dann aber fühlt es sich an, als ob noch ein Rest der Handbremse aktiviert wäre. Wer den XV mit eher „gebremstem Schaum“ bewegt, wird an dieser Art der Fortbewegung aber sicherlich seine Freude haben, zumal sich der Verbrauch (im wob-Test waren es 8,12 Liter auf 100 km) in etwa beim neuen WLTP-Wert von 7,9 Litern einpendelt. Allerdings hat die Sache einen Haken: Denn durch die Elektrifizierung schrumpfte der Tankinhalt von 63 auf nur noch 48 Liter.

Ein Lob verdient sich der Japaner beim hohen Federungskomfort, der auch auf schlechten Strecken Wirkung zeigt. Auf nassen und rutschigen Straßen sorgt der permanente Allradantrieb für sichere Spurtreue. Denn stufenlos erfolgt die Drehmomentverteilung zwischen den Achsen. Eine elektronische Fahrdynamikregelung trägt durch Motorsteuerung und Bremsen von einzelnen Rädern dazu bei, dass der XV stets optimal durch die Kurven kommt. Per Knopfdruck lässt sich bei niedrigen Geschwindigkeiten zusätzlich ein sogenannter X-Mode aktivieren für spezielle Situationen unter besonders schlechten Streckenbedingungen. Denn mit einer Bodenfreiheit von 22 cm ist ein Ausflug in unwegsames Gebiet keinesfalls tabu.

Fazit: Der neue Subaru XV 2.0ie Platinum ist markentypisch mit Allradantrieb und Boxermotor unterwegs. Der Aufwand für die leichte Elektrifizierung ist groß, der Nutzen eher bescheiden.    

Subaru XV 2.0ie Platinum

  • Motoren: 4-Zylinder-Boxer, 1995 ccm, 150 PS und Elektromotor (16,7 PS/12,3 kW)
  • Antrieb: Permanenter Allrad
  • Länge/Breite/Höhe: 4465/1800/1595 mm
  • Gewichte: leer 1575 kg; gesamt 2070 kg
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 10,7 sec.; Vmax: 193 km/h
  • Verbrauch: WLTP-Norm 7,9 l; wob-Test 8,12 l Liter Super E10/100 km (Tank 48 l)
  • Preis: 37.540 Euro

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