Ehrung eines Spendenmillionärs: Erich Beck

Erich Beck (rechts) sammelte in 50 Jahren unglaubliche zwölf Millionen Euro für soziale Projekte. Landrat Thomas Eberth (links) verlieh ihm für sein Engagement um das Gemeinwohl den Kristallzinnbecher des Landkreises Würzburg. Foto: Markhard Brunecker

Erich Beck erhält Kristallzinnbecher des Landkreises Würzburg

Mit einer ganz besonderen Ehrung, der Verleihung des Kristallzinnbechers, würdigte Landrat Thomas Eberth Würzburgs engagiertesten Spendensammler Erich Beck. Über zwölf Millionen Euro hat der 83-Jährige in den vergangenen 50 Jahren für soziale Projekte gesammelt und organisiert. Das sei ein leuchtendes Beispiel an Nächstenliebe, so Eberth in seiner Laudatio. Man könne auch als Einzelner Großes vollbringen, rief er den zahlreichen geladenen Gästen bei der Ehrung im Sitzungssaal des Landratsamtes über den „Spendenmillionär“ zu. Allen sei seine Beharrlichkeit, mit der er sich in den Dienst einer guten Sache stelle, bekannt. 

Vielfache Auszeichnungen für Erich Beck

Erichs Becks herausragende Verdienste wurden schon vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste, dem goldenen Kronenkreuz des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ehrenurkunde der Stadt Röttingen und vielen mehr. 

Rund ein Dutzend Ehrengäste bedankte sich in sehr persönlich gehaltenen Grußworten für Becks Lebensleistung. Oliver Pilz, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Würzburg, würdigte Becks hohen Einsatz für das Café Perspektive, das Menschen mit psychischer Erkrankung Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Das Café wäre ohne Beck nicht das, was es heute ist. Da es nicht möglich sei, jede gute Tat aufzuzählen, sagte er seinem Ehrenmitglied „nur“: „Vielen, vielen Dank Erich“. 

Andrea Krist, Vorstandsmitglied von FortSchritt Würzburg e. V, bedankte sich ebenfalls herzlich. Erich Beck stehe der Einrichtung, die sich um Kinder und Erwachsene mit Störungen des Nerven- und Muskelsystems kümmert, immer zur Seite. Jüngstes Beispiel: Durch Spenden konnte eine Patenschaft für ukrainische Kinder mit cerebraler Behinderung ermöglicht werden. 

„Botschafter der Frankenfestspiele“

Auch Uwe Kinstle, Mitglied des Regionalvorstands der Johanniter Unterfranken, ließ es sich nicht nehmen, sich bei Erich Beck persönlich zu bedanken. Der „Botschafter der Frankenfestspiele“ mache durch seine jährliche Vermittlung von kostenlosen Theaterkarten viele Menschen glücklich. Röttingens Bürgermeister Hermann Gabel lobte Becks Verbundenheit zu seiner Heimatstadt. Die Stadt Röttingen sei daher stets gerne bereit, Bürgern Freude zu bereiten, die sich sonst keine Karte leisten könnten. 

Landtagsabgeordneter Volker Halbleib würdigte in seinem Grußwort Becks Hartnäckigkeit und Freundlichkeit. Die Region sei glücklich, einen Bürger mit solch einem außergewöhnlichen Engagement zu haben. Für den Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder ist klar: zu Erichs Becks Bitten könne keiner „Nein“ sagen. Sein Markenzeichen sei das Vertrauen. 

Seit 50 Jahren im Dienst für Menschen

Sehr gerührt bedankte sich Erich Beck bei den zahlreichen Gratulantinnen und Gratulanten. Es sei eine große Ehre, die Auszeichnung des Landkreises in Empfang nehmen zu dürfen. Er freue sich, seit 50 Jahren im Dienst für Menschen sein zu können, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Weil seine Tochter selbst von einer Behinderung betroffen ist, sei das Engagement eine Selbstverständlichkeit für ihn. Die insgesamt gut zwölf Millionen Euro Spenden an soziale Einrichtungen konnten nur zusammen mit vielen Weggefährten ermöglicht werden. Der ehemalige Bankdirektor versprach, sich weiterhin für die gute Sache einzusetzen. 

  • Mehr zu Becks Engagement bei den Frankenfestspielen in Röttingen.

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