ClimateHub: Wird Würzburg Teil des größten Klimanetzwerks Deutschlands?

Climate Connect ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das Klimaschützer lokal und global vernetzen will. Es wurde 2020 von Tobias Rehm und Christoph Stoll (Bildmitte) gegründet.

Crowdfunding-Projekt: ClimateHub Würzburg soll ein Anlaufpunkt für alle sein, die zum Klimaschutz beitragen möchten

Am 10. Mai 2022 startet die gemeinnützige Organisation Climate Connect ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Startnext. Ziel ist es in Würzburg und elf weiteren deutschen Städten handlungsorientierte Klimaschutznetzwerke, sogenannte ClimateHubs aufzubauen. Der ClimateHub Würzburg soll ein Anlaufpunkt für Bürger und Organisationen sein, die zum Klimaschutz beitragen möchten.

„Die Klimakrise schreitet weiter voran, auch wenn sie aufgrund des Ukraine-Krieges und Corona etwas in den Hintergrund gerückt ist“, so Climate Connect. Deshalb setzen sich nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“ bereits einige Würzburgerinnen und Würzburger dafür ein, die Klimakatastrophe zu verhindern.

Wer selbst aktiv werden möchte, steht laut Climate Connect allerdings vor einigen Hindernissen. Einen Überblick über die Klimaschutzaktivitäten vor Ort zu bekommen und herauszufinden wo man sich selbst am besten einbringen kann, sei aktuell eine große Herausforderung. Deshalb unterstützen lokale Organisationen wie „Würzburg erneuerbar“ und andere die Initiative von Climate Connect, in Würzburg einen zentralen Anlaufpunkt für Klimaschutz zu schaffen. Auch die Stadt hat als eine von 14 Städten deutschlandweit Interesse an einem ClimateHub bekundet.

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ClimateHub Würzburg: Klimaschutz leicht gemacht

Christoph Stoll und Tobias Rehm, die Gründer von Climate Connect, sind sich einig: „Nur durch koordinierte Zusammenarbeit und gemeinsames Anpacken können wir das 1,5 Grad Ziel noch einhalten”. Deshalb soll die Online-Plattform des ClimateHubs auf einen Blick sichtbar machen, wer in Würzburg an welchen Klimaschutzprojekten arbeitet. So sollen Synergien zwischen den Akteuren aufgedeckt und Doppelarbeit vermieden werden.

Neben der Übersicht über bereits bestehende Projekte und Initiativen soll ein „Ideenboard“ die Möglichkeit bieten, gemeinsam Ideen für den Klimaschutz zu verwirklichen. Und für interessierte Bürger soll das „ClimateMatch“ die Möglichkeit bieten, durch Beantwortung einiger Fragen herauszufinden, wie sie sich am besten selbst einbringen können.

Damit konkrete Erfolge für den Klimaschutz verzeichnet werden können, sei eine Online-Plattform allein allerdings nicht genug. Es brauche einen Ansprechpartner vor Ort. Dafür möchte Climate Connect eine Teilzeitstelle für einen lokalen „Klimavernetzer“ schaffen. Diese Person soll als Bindeglied zwischen den verschiedenen Klimaschutzakteuren gezielt neue Projekte anstoßen und bestehende Maßnahmen stärken. Sie soll außerdem Ansprechpartner für alle sein, die gegen die Klimakrise aktiv werden wollen.

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Vom Pilotprojekt zum deutschlandweiten Netzwerk

Seit Sommer letzten Jahres gibt es den ersten ClimateHub in Erlangen. Dort seien durch den ClimateHub bereits einige neue Klimaprojekte und –initiativen entstanden. Nach dem Erfolg des Pilotprojektes war für Stoll und Rehm klar: „Wir dürfen keine Zeit dabei verlieren, das Konzept auch in andere Städte zu bringen. Die Klimakrise wartet nicht.“

Deshalb hat Climate Connect bei der nationalen Klimaschutzinitiative eine Förderung beantragt, um in zwölf weiteren deutschen Städten ClimateHubs mit lokalen Vernetzern aufzubauen. Unter den Städten, die Interesse angemeldet haben, ist auch Würzburg.

Mit dem deutschlandweiten Netzwerk von ClimateHubs soll nicht nur innerhalb der Städte die Vernetzung gestärkt werden. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen den Klimavernetzern der verschiedenen Städte sollen wirkungsvolle Klimaschutzprojekte, die bereits an einem Ort gut funktioniert haben, schnell auch in anderen Städten angestoßen werden.

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Letzte Hürde: die Finanzierung

Damit der ClimateHub Würzburg Realität werden kann, muss allerdings noch eine Hürde genommen werden. Um den für die Umsetzung des Projektes benötigten Eigenanteil zu finanzieren, baut Climate Connect auf die Unterstützung von Menschen, denen Klimaschutz am Herzen liegt.

Deshalb startet die gemeinnützige Organisation am 10. Mai 2022 ein Crowdfunding auf der Plattform Startnext. Es entscheidet sich also in den nächsten Wochen, ob es in Würzburg bald ein handlungsorientiertes Klimaschutznetzwerk geben wird.

Auf startnext.de/climatehubs können Sie das Projekt unterstützen und mehr darüber

erfahren.

Über Climate Connect

Climate Connect ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das Klimaschützer lokal und global vernetzt, um den Klimaschutz zu beschleunigen. Es wurde 2020 von Tobias Rehm und Christoph Stoll aus Erlangen sowie dem aus Paris stammenden Thomas Bove gegründet. Neben den ClimateHubs betreibt Climate Connect auch die globale Klimaschutzplattform www.climateconnect.earth mit Nutzern aus über 90 Ländern. Das Team besteht aus den drei Gründern in Vollzeit, einigen Praktikanten und ca. 20 aktiven ehrenamtlichen Helfern.

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