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Beruf und Bildung

Bis zu 3.000 Euro pro Azubi: Ausbildungsprämie für Betriebe kommt

Bild von Jakob_F auf Pixabay

Betriebe, die trotz Corona-Krise weiter ausbilden, sollen dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Das sieht ein Eckpunktepapier der Bundesregierung vor. Pro Ausbildungsplatz soll es bis zu 3.000 Euro geben.

Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, um das Deutschland international beneidet wird, liegt doch die Jugendarbeitslosigkeit bei uns weit unter dem OECD-Durchschnitt. „Die duale Berufsausbildung ist auch nach der Krise alternativlos, ist sie doch geradezu eine Bestandsgarantie für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft und hilft enorm, die negativen Folgen einer etwaigen Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden“, erklärt der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) in einer Pressemitteilung.

„Daher ist es ein richtiger Schritt von der Bundesregierung, die Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, damit diese auch im kommenden Ausbildungsjahr eine hinreichend große Anzahl von Ausbildungsplätzen zur Verfügung stellen“, so Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des VLB.

Folgende Eckpunkte sind vorgesehen:

  • Kernstück ist eine Ausbildungsprämie von 2.000 bis 3.000 Euro pro Auszubildende/n für kleine und mittelständische Unternehmen.
  • Die Prämie sollen Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten erhalten, die „in erheblichem Umfang“ von der Krise betroffen sind und dennoch ihre Auszubildendenzahl halten oder sogar erhöhen.

Als besonders von der Krise betroffen gilt ein Betrieb, wenn – er im ersten Halbjahr 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit angemeldet hatte oder der Umsatz in den Monaten April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen war.

„Kein Corona-Jahrgang in der Ausbildung“

Der VLB sieht in der Ausbildungsprämie ein probates Mittel, um Ausbildungsplätze zu erhalten bzw. ihre Anzahl zu erhöhen und so den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Es dürfe keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung geben.

„Die beruflichen Schulen ihrerseits haben als Ausbildungspartner der Betriebe krisenerprobte Konzepte und kreative Ideen, um einen zeitverzögerten Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen und mit ergänzenden Bildungsangeboten flankierend zu begleiten. Durch eine angepasste Schulfinanzierung muss der Freistaat dies unterstützen.“ Der Landesvorsitzende Männlein betont weiter: „Ausbildung sichern heißt Zukunft sichern! Wir alle sind für die jungen Menschen verantwortlich.“

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