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Bahnhaltepunkt Heidingsfeld: Das Städtle kommt zum Zug

Bahnhaltepunkt Heidingsfeld Ost

Neue Qualität nach Reaktivierung: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Hochbau-Chef Michael Altrock, Bautechniker Werner Eirich, Baureferent Benjamin Schneider und Baudirektorin Daniela Kircher von der Regierung von Unterfranken am Bahnhaltepunkt Würzburg Heidingsfeld Ost. Foto Radim Chwieja.

Stationsoffensive: Der Bahnhaltepunkt Heidingsfeld Ost wird reaktiviert und barrierefrei ausgebaut

Oberbürgermeister Christian Schuchardt besuchte zusammen mit Baureferent Benjamin Schneider und Baudirektorin Daniela Kircher von der Regierung von Unterfranken eine wichtige Baustelle in Sachen ÖPNV-Stärkung: Der Bahnhaltepunkt Würzburg Heidingsfeld Ost wird aktuell im Rahmen des Programms „Stationsoffensive“ ertüchtigt.

Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn einigten sich auf 20 Stationen, die großes Potential haben, neue Siedlungsbereiche an die Schiene anzubinden. Auch die Stadt Würzburg kam „zum Zuge“. Gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, der DB Netz AG, der DB Station &Service AG schloss man 2016 einen Vertrag über diese „komplexe verkehrliche Aufgabenstellung“.

Würzburg-„Städtle“-Treuchtlingen

In Würzburg handelt es sich streng genommen um die Reaktivierung eines Bahnhaltepunktes. Doch das „Städtle“ wird nun in einer neuen Qualität an die Strecke Würzburg-Treuchtlingen angedockt: komfortabel und barrierefrei. „Diese Lösung ist durchdacht und bringt uns in Sachen Mobilität und Klimaschutz einen wichtigen Schritt weiter. Über das Potential der Schiene wird gerne und viel geredet. Hier gehen wir es einmal ganz konkret an“, freute sich Schuchardt beim Ortstermin.

Kircher begrüßt aus städtebaulicher Sicht die Reaktivierung mit barrierefreiem Ausbau des Haltepunkts Würzburg Heidngsfeld-Ost. Er erläutert, dass der Stadtteil Heidingsfeld im Jahr 2014 in die Städtebauförderung aufgenommen wurde und Mittel aus der Städtebauförderung erhält. Der Bahnhof Ost grenzt an das förmlich festgesetzte Sanierungsgebiet. Er soll mit einer künftigen barrierefreien Erschließung einen wichtigen Beitrag zur Vitalisierung des Stadtteils, insbesondere für dessen Kernbereich leisten.

So soll der neue Haltepunkt aussehen

Die Planung der Deutschen Bahn sieht einen Hausbahnsteig auf der nördlichen Gleisseite vor. Der Hauptzugang erfolgt über die Seite des Ostbahnhofes. Zur barrierefreien Erschließung wird ein Aufzug zur Unterführung errichtet. Ein weiterer Bahnsteig wird in Mittellage gebaut. Dieser wird von der Unterführung mittels Treppe und Aufzug angeschlossen. Die Stadt Würzburg plant an der südlichen Gleisseite in der Eisenbahnstraße eine barrierefreie Aufzugsanlage zur Unterführung.

Der Gedanke bei der Umgestaltung und Errichtung des Aufzuges ist, die Verkehrsmittel Fahrrad, Barrierefreiheit für Fußgänger, ÖPNV (Bus und Bahn) an einem Mikrostandort zusammenzuführen. Durch den Entwurf wird ein überdachter Fahrradabstellplatz, ein Wartebereich für den Bus und die barrierefreie Erschließung an einem Ort in einem Bauwerk realisiert. Es gilt nicht nur einen Aufzug zu schaffen, sondern einen durchdachten Verknüpfungspunkt des Individualverkehrs. Die Vorentwurfsplanung wurde durch die Fachabteilung Hochbau erstellt, für die weitere Umsetzung das Büro BOXX 3 Architektur & Gestaltung beauftragt.

  • Durch den Abbruch des westlichen Tunnelaufgangs wird eine Wartefläche für Fahrgäste und eine überdachte Fahrradabstellanlage geschaffen.
  • Die ÖPNV- Haltestellen in der Eisenbahnstraße und der Straße „Am Ostbahnhof“ werden barrierefrei ausgebaut und die Straßenquerungen mit einer Lichtsignalanlage ausgestattet.
  • Zur besseren Verknüpfung zwischen den Haltestellen und den Bahnsteigen werden die Gehwege in den entsprechenden Bereichen durch taktile Platten ergänzt. Dynamische Fahrgastinformationssysteme an den Haltestellen fördern zusätzlich die Barrierefreiheit.

Nächster Halt vermutlich 2022

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 850.000 Euro. Teamplay war bei der Finanzierung angesagt. Die Stadt Würzburg stemmt die „Umfeldmaßnahmen“ und hat sich für einen höheren Standard in Sachen Barrierefreiheit entschieden, als ihn die Deutsche Bahn vorsieht und finanziert. Umwege im Alltag können so vermeiden werden. Die Regierung von Unterfranken hat die Maßnahme in das Kommunal-investitionsprogramm (KIP) aufgenommen und einen Zuschuss in Höhe von 270.000 Euro bewilligt. Die Fertigstellung der Aufzugsanlage und der Maßnahmen im Umfeld erfolgt planmäßig Mitte 2021, die Bahn komplettiert den Umbau voraussichtlich 2022.

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