Alexander Schraml neuer Missbrauchsbeauftragter im Bistum Würzburg

Professor Dr. Alexander Schraml, Missbrauchsbeauftragter des Bistums Würzburg. Foto © Ehlers Media

Neuer Missbrauchsbeauftragter im Bistum Würzburg: Bischof Dr. Franz Jung hat Professor Dr. Alexander Schraml (56), Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, mit Wirkung zum 15. September 2020 für die Dauer von drei Jahren zum Missbrauchsbeauftragten ernannt. Schraml folgt in dieser Funktion als Ansprechpartner für Opfer sexuellen Missbrauchs auf Thomas Förster (49), Richter am Oberlandesgericht Bamberg, der von 2017 bis 2020 diese Aufgabe wahrnahm. Weitere Missbrauchsbeauftragte im Bistum Würzburg sind die Juristin Sandrina Altenhöner und Ruth Ebbinghaus, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Schraml wurde in Weiden in der Oberpfalz geboren. Er studierte von 1984 bis 1989 Rechtswissenschaft in Würzburg, ab 1985 als Stipendiat des Cusanuswerks. Im Anschluss war Schraml Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Würzburg. Nach dem Erwerb des Doktortitels und dem Rechtsreferendariat arbeitete Schraml von 1994 bis 1996 als Richter am Verwaltungsgericht Würzburg, danach als Abteilungsleiter am Landratsamt Würzburg. Seit 1998 ist er Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises und in dieser Funktion Geschäftsführer der Main-Klinik Ochsenfurt gGmbH, der Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg gGmbH, der Immobilien KU GmbH und der Nahverkehr Würzburg-Mainfranken GmbH. Außerdem ist er seit 2011 Vorstandsmitglied der Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB) eG sowie des Vereins HALMA. Seit 1999 ist Schraml zudem Lehrbeauftragter und seit 2012 Honorarprofessor für den Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt sowie Lehrbeauftragter an der Hochschule Ansbach für den KKB-Leadership-Lehrgang Gesundheitswesen. Er ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Söhne.

Thomas Förster ist Richter am Oberlandesgericht Bamberg und übernahm die Aufgabe des Missbrauchsbeauftragten zum 15. September 2017 für die Dauer von drei Jahren. Als Grund für die Beendigung der Tätigkeit nannte er einen erheblichen Anstieg seiner beruflichen Belastung. Diese habe es zeitlich zunehmend schwieriger gemacht, von Bamberg aus zusätzlich die Tätigkeit als Missbrauchsbeauftragter für das Bistum Würzburg wahrzunehmen. (POW)

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