Warum sich Würzburg krankmeldet – Die AOK-Statistik 2021

Grafik © AOK Bayern, WIdO

AOK-Statistik 2021: Mehr Corona, weniger Atemwegsinfekte als 2020

Im Jahr 2021 entfielen in Würzburg-Stadt 2,3 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 AOK-Versicherte auf die gesicherte Diagnose COVID-19 – gegenüber 1,8 Arbeitsunfähigkeitsfällen 2020. Das zeigt die aktuelle Auswertung der AOK Bayern zum Krankenstand für 2021.

Gleichzeitig gingen die Atemwegserkrankungen im zweiten Pandemiejahr insgesamt stark zurück. Ein Grund dafür könnten die Corona-Schutzmaßnahmen sein: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Maske tragen – die Ausbreitung anderer Krankheitserreger dürfte dadurch ebenfalls eingedämmt worden sein.

So waren bayernweit die Atemwegserkrankungen nicht länger der alleinige Hauptgrund für Krankschreibungen, sondern lagen mit den Muskel- und Skeletterkrankungen gleichauf (jeweils 32 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 AOK-versicherte Beschäftigte). „In der Stadt Würzburg entfielen 29,1 Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Berufstätige auf Atemwegserkrankungen und 30,2 Krankmeldungen auf Muskel- und Skeletterkrankungen“, so Alexander Pröbstle von der AOK in Würzburg. Im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken entfielen 33,7 Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Berufstätige auf Atemwegserkrankungen und 35,6 Krankmeldungen auf Muskel- und Skeletterkrankungen.

Muskeln und Knochen sorgen für die meisten Fehltage

Damit liegen Stadt und Landkreis Würzburg unter dem bayerischen Durchschnitt. Betrachtet man die Dauer der jeweiligen Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten weiterhin die meisten Ausfalltage. Statistisch gesehen war deswegen 2021 jeder AOK-versicherte Berufstätige aus Würzburg-Stadt 4,6 Tage krankgeschrieben. Zwei Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, 0,28 Krankheitstage wegen nachgewiesener COVID-19-Erkrankung und 2,8 Krankheitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen.

AOK-Statistik 2021: Würzburger im Schnitt gesünder

Insgesamt haben sich im zweiten Pandemiejahr 2021 weniger AOK-Versicherte Beschäftigte in Würzburg krankgemeldet. „Die Gesamtzahl der Krankmeldungen stieg dabei im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent, während die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen um 5,5 Prozent gesunken ist“, so Alexander Pröbstle. In Würzburg waren die AOK-versicherten Beschäftigten im Durchschnitt 15,1 Tage krank. Im Bezirk Unterfranken waren die AOK-versicherten Beschäftigten im Durchschnitt 19,5 Tage krank. Zum Vergleich: Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank.

Damit sind die AOK-versicherten Berufstätigen in Würzburg im bayernweiten Vergleich gesünder. Mit 4,1 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich weniger Beschäftigte krankgemeldet. Der Krankenstand sank in Würzburg dabei um 0,1 Prozentpunkte. Der gesamte Regierungsbezirk Unterfranken liegt mit einem Krankenstand von 5,4 Prozent im Jahr 2021 über dem Bayernwert.

  • Die AOK – Seit über 100 Jahren in Würzburg

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