Therapiehunde: Therapeuten auf vier Pfoten

Von links: Jeremias Schuler und Elke Grauf (Blindeninstitut), Heike Fleischmann, stellvertretende Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes e.V. Foto Sabine Tracht/Blindeninstitut

Malteser Hilfsdienst arbeitet mit dem Blindeninstitut zusammen

Über viele Besucher auf vier Pfoten freuen sich ab diesem Schuljahr die Kinder und Jugendlichen im Blindeninstitut. Heike Fleischmann, stellvertretende Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes e.V. war nach Lengfeld gekommen, um mit Jeremias Schuler, Leiter des Psychologisch-Pädagogischen Fachdienstes einen Kooperationsvertrag zu unterzeichnen. Dieser regelt die ehrenamtliche Zusammenarbeit des Therapiehunde-Teams der Malteser mit dem Blindeninstitut. „Wir sichern so einen Qualitätsstandard für die besuchten Klienten und unsere ehrenamtlichen Mitarbeitenden“, unterstreicht Heike Fleischmann, „denn alle Teams durchlaufen eine ca. zweijährige Ausbildung und am Ende legen die Hunde eine vierstündige Praxisprüfung und die Menschen eine schriftliche Prüfung ab.“

Die Nachfragen nach Besuchen der Therapiehunde sei groß, sagt Jeremias Schuler. Er freue sich sehr, dass mit dem Kooperationsvertrag nun eine Ausweitung der Besuche möglich sei, wenn auch nur in überschaubarem Rahmen.

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Snoopy und Yalla vom Besuchshundedienst.

Snoopy ist noch in Ausbildung

„Mogli ist der erfahrenste und größte des Therapiehundeteams, Jalla die kleinste und besonders bei älteren Damen beliebt, weil sie so verschmust ist und Snoopy ist der jüngste und noch in Ausbildung“, erklärt Elke Grauf. Sie ist pädagogische Fachkraft im Blindeninstitut und seit fünf Jahren ehrenamtlich mit ihren Hunden im Kinder- und Jugendwohnen unterwegs.

Als sich Ende 2019 bei den Maltesern in Würzburg ein Besuchsdienst mit Hund etablierte, gehörte sie zu den ersten Hundeführern, die sich mit ihre Vierbeiner zu Therapiehunden ausbilden ließen. „Heute gehören rund 40 Teams, je ein Mensch mit seinem Hund, zu dem Besuchsdienst, der in und um Würzburg in unterschiedlichen Einrichtungen unterwegs ist“, sagt Heike Fleischmann, stellvertretende Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes e.V.

Therapiehunde stärken Verantwortungsgefühl und Selbstvertrauen

Das Programm des Begleitdienstes für Therapiehunde ist individuell auf die Klienten zugeschnitten. Zum Programm gehört zum Beispiel ein einstündiger Spaziergang bei dem die Kinder und Jugendlichen den Hund an der Leine führen dürfen, ihm ein Leckerli geben oder ihn abtrocknen, wenn es geregnet hat. Das stärkt Verantwortungsgefühl und Selbstvertrauen der kleinen Hundeführer und motiviert zur Bewegung.

Auch ein eher kontaktscheuer Junge aus dem Taubblindenbereich bekommt alle 14 Tage Besuch. „Beim Hundebesuch merkt man richtig wie er plötzlich aufmacht und ganz schnell auf das Tier reagiert“, freut sich Elke Grauf. Insgesamt zwölf Kinder und Jugendliche werden im Rahmen der neuen Kooperation jetzt von den Therapiehunden begleitet.

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