Solarstrom vom Balkon: Wenn jede Kilowattstunde zählt

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Kleine Steckersolaranlagen: Diese Förderung gibt es von der Stadt und dem Landkreis

Nicht nur die Gaspreise steigen rasant. Auch die Strompreise belasten den Geldbeutel von Verbraucherinnen und Verbrauchern zunehmend. Mit einem Kraftwerk auf dem Balkon beziehungsweise einer Stecker-Solaranlage (auch Mini-Solaranlage genannt) können Haushalte ganz einfach einen Teil ihrer benötigten Energie selbst produzieren und mit Solarstrom Kosten sparen.

Die kleinen Kraftwerke werden auf dem Balkon oder Garagendach, im Garten oder an einer anderen sonnenreichen Stelle installiert – in den meisten Fällen ist dafür kein Techniker notwendig. Der per Sonne erzeugte Strom wird dann über die Steckdose in den Stromkreislauf des Haushalts eingespeist und direkt verbraucht.

Überschüssiger Strom wird ins Netz eingeleitet. Anders als bei großen Solaranlagen gibt es in der Regel bei den Mini-Anlagen aber keine Vergütung für die Einspeisung. Trotzdem kann sich durch die Einsparungen beim Stromeinkauf eine solche Anlage – je nach Ausrichtung und Verbrauch – durchaus rechnen: Vor allem in Bürogebäuden oder beim Homeoffice kann der frisch produzierte Strom „aus eigener Herstellung“ den Geldbeutel spürbar entlasten.

Solarstrom vom Balkon: Förderprogramm „klimaneutral Wohnen“

Mit dem neuen Förderprogramm „klimaneutral Wohnen“ können sich Immobilienbesitzer in Würzburg für eine Balkonsolaranlage eine Klimaprämie von 200 Euro sichern. Weitere Informationen und Beratung: www.verbraucherzentrale.de

Gerne berät Sie auch das Energie- und Klimazentrum der Stadt Würzburg: Clemens Galonska, Tel. (0931) 37-2740, E-Mail: ekz@stadt.wuerzburg.de

Landkreis: Kleiner Fördertopf bereits in diesem Jahr

Auch der Landkreis möchte die Anschaffung solcher Anlagen noch in diesem Jahr mit einem kleinen Fördertopf aus Restmitteln des Haushalts 2022 fördern. Ab dem Jahr 2023 soll im Haushalt ein eigenes Budget beantragt und nach Zustimmung des Kreistages ausgewiesen werden.

„Mit dem Förderprogramm möchten wir Anreize für Bürgerinnen und Bürgern schaffen, ihren Solarstromanteil zu erhöhen und damit den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen“, so Landrat Thomas Eberth. Geplant ist, für dieses Jahr rund 20.000 Euro für die Förderung der kleinen Kraftwerke bereitzustellen. Gefördert werden könnten dann 50 Prozent der Anschaffungskosten (bis maximal 200 Euro).

„Gerade in der jetzigen Situation, in der die Energiepreise steigen, wollen wir den Menschen etwas unter die Arme greifen und Ihnen eine Möglichkeit zum Sparen anbieten“, fügt Michael Dröse, Leiter der Stabstelle Landrat, hinzu. Besonders wichtig sei, die Antragstellung einfach zu halten und somit den Einstieg in die erneuerbaren Energien so leicht wie möglich zu gestalten.

Über die finalen Förderrichtlinien wird der Kreistag am 10. Oktober 2022 in Estenfeld entscheiden. Das Landratsamt informiert nach der Entscheidung über die Antragsmöglichkeiten und Fristen.

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