Radachse: Wo jeder Radfahrer zählt

Mitte Dezember 2020: An der Zählstele der Radachse 3, die am Hauptbahnhof vorbeiführt, stehen (von links) Oberstraßenmeister Stefan Bauer-Österlein, Bauingenieurin Julia Henneberger, Baureferent Benjamin Schneider, Radverkehrsbeauftragter AdrienCochet-Weinandt und Tiefbau-Chefin Annette Messerer. Foto © Georg Wagenbrenner

Radfahrer: Verkehrsschätzung der Stadt wird in der Jahresbilanz an der Radachse 3 übertroffen

Es ist ein Jahr her, dass die Installation einer „Zählstele“ gut sichtbar am Röntgenring an der Hauptradachse 3 aufgebaut wurde. „Die stetig wachsende Zahl der Radfahrer wird durch die Radachse an dieser hochfrequentierten Stelle beispielhaft sichtbar“, so die Stadt Würzburg.

Ausgehend von kurzzeitigen Verkehrszählungen und darauf basierenden Hochrechnungen ging der Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen zu dieser Zeit von Jahreswerten von 150.000 Fahrten (aus der Zellerau kommend Richtung Berliner Ring) aus.

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Diese Schätzung wurde im vergangenen Jahr bei weitem getoppt. Stand 16. Dezember 2021 wurden 227.010 Radfahrten seit dem ersten Januar 2021 gezählt. Der tägliche Durchschnitt liegt damit bei 650 Fahrten. Ein erfreuliches Signal für die erfolgreiche Förderung des Radverkehrs in Würzburg. „Offensichtlich werden die Verbesserungen für die nachhaltige Fortbewegung mit dem Fahrrad in der Stadt angenommen und spiegeln sich durch den steigenden Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr wieder“, freut man sich im Rathaus.

Stärkste Monate sind der Juni und der Juli

Die zwei stärksten Monate sind der Juni und der Juli mit jeweils 30.000 gemessene Radfahrten (1.000 Radfahrten am Tag). Die Monate Dezember bis Februar sind erwartungsgemäß witterungsbedingt die schwächsten mit einer gezählten Größenordnung zwischen 7.000 und 10.000 monatlichen Fahrten.

Um die Größenordnung im Querschnitt (beide Fahrtrichtungen) herzuleiten, können die Zahlen in doppelter Höhe angenommen werden, so die Stadt. Die „Geisterradler“ in der falschen Fahrtrichtung bewegen sich bei einem Anteil von rund 5 bis 6 Prozent.

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