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Allgemein, Würzburg & Landkreis

Pablos Vermächtnis: Bewegende Spendenaktion brachte 20.000 Euro für den Verein Kiwi

Bei der Spendenübergabe an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik – vorne von links: Ralph und Miriam Winkler (Eltern von Pablo), Alexander und Sandra Lemmich (Mainglück) sowie Ina Schmolke (Kiwi e.V.). Hinten: Bärbel Müller, Prof. Dr. Tilmann Schweitzer, Dr. Céline Siauw und Prof. Dr. Christoph Härtel (alle vier Uniklinikum Würzburg) sowie Andreas Lang (Café Vue). Foto Susanne Mott / Uniklinikum Würzburg

Nach einem schweren Schicksalsschlag im vergangenen Jahr startete kürzlich ein Elternpaar zusammen mit der Würzburger Modeboutique Mainglück und weiteren Unterstützern eine Spendenaktion zugunsten des Vereins Kiwi. Durch den Verkauf von speziellen T-Shirts und Bildern sowie ergänzende Spenden kamen 20.000 Euro für die „Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation“ zusammen.

Der Hintergrund für eine besondere Spendenaktion im Juni dieses Jahres ist mehr als traurig: Im vergangenen Jahr verunglückte Pablo, der siebenjährige Sohn der Familie Winkler aus Fahrenbach so schwer, dass sein Leben trotz einer umgehenden intensivmedizinischen Betreuung an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik nicht gerettet werden konnte. „In den schweren Tagen bis zum Abschalten der lebenserhaltenden Geräte waren uns das Team der Kinderklinik und der Verein Kiwi eine immense Hilfe“, berichtet Pablos Mutter Miriam. Größtes Lob hat sie zudem für Prof. Dr. Tilmann Schweitzer von der Sektion Pädiatrische Neurochirurgie für seine gleichzeitig empathische, wie auch von Beginn an immer ehrliche und authentische Betreuung. Ihr Ehemann Ralph ergänzt: „Wir konnten in jener Zeit einige der wertvollen Angebote des Kiwi e.V. nutzen, wie eine der Elternwohnungen, das von Verein gestaltete Elternzimmer vor der Kinder-Intensivstation und die von ihm finanzierte psychologische Unterstützung.“

Benefiz-T-Shirts mit aussagestarker Botschaft

Aus dieser Dankbarkeit heraus entstand der Wunsch, etwas zurückzugeben: Zusammen mit Sandra Lemmich von der Modeboutique Mainglück in der Würzburger Spiegelstraße führten sie im Juni dieses Jahres eine Benefizaktion zugunsten von Kiwi durch. „Kernelement dabei war der Verkauf von eigens gestalteten 300 T-Shirts und 100 Bildern“, schildert Lemmich. Sie zeigen eine Grafik, die stilisiert Pablo und drei weitere Kinder darstellt, die sich an den Händen halten. Das Motiv nimmt Bezug auf Pablos Organspende, für die sich seine Eltern am Uniklinikum Würzburg (UKW) entschieden und die anderen Kindern ein Weiterleben ermöglicht.

Unter die Leute gebracht wurden sämtliche T-Shirts und Bilder Ende Juni während der „Geburtstagswoche“ von Mainglück, bei der die Boutique ihr fünfjähriges Bestehen feierte. Das fröhliche Event wurde abgerundet durch eine Benefiz-Kaffeebar des Würzburger Cafés Vue.

Spende im Corona-Jahr besonders willkommen

Sandra Lemmich von der Modeboutique Mainglück überreichte eine Spende von 20.000 Euro an Ina Schmolke, die 1. Vorsitzendes des Vereins Kiwi. Foto Susanne Mott / Uniklinikum Würzburg

Am Ende füllten 20.000 Euro die Spendenkasse. Dieser Betrag wurde kürzlich an Ina Schmolke übergeben. Laut der 1. Vorsitzenden des Kiwi e.V. wird das Geld dazu dienen, die diversen Leistungen des Vereins aufrechtzuerhalten, die darauf abzielen, Frühgeborene, schwerkranke Neugeborene und Kinder mit lebensbedrohlichen Erkrankungen sowie deren Eltern unbürokratisch zu betreuen. „In diesem Jahr sind solche Spenden besonders willkommen, da der Kiwi-Cup – unser einnahmeträchtiges, jährliches Benefiz-Kinderfußballturnier – wegen der Corona-Pandemie leider entfallen musste“, berichtet Ina Schmolke.

In doppelter Weise dankbar zeigte sich Prof. Dr. Christoph Härtel, der Direktor der Kinderklinik des UKW. Zum einen dankte er den Eheleuten Winkler für die Spende der Organe ihres Sohnes, was für ihn ein Zeichen menschlicher Größe und ein Vorbild gerade auch für jüngere Menschen sei. Zum anderen zeigte er sich froh, dass in Würzburg mit Kiwi ein Verein tätig sei, der sich darum bemühe, Spendengelder so zu investieren, dass auch jene junge Patienten und deren Familien eine Unterstützung erfahren, die ansonsten eher weniger im Fokus des öffentlichen Mitgefühls stehen.

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