WVV Marathon Würzburg mit Zehn-Jahres-Hoch

Archivfoto Stadtmarathon Würzburg e.V

477 erfolgreiche Finisher und keine Notfälle beim WVV Marathon 2024 in Würzburg – aber auch kein Bürgermeister am Start

So viele Läuferinnen und Läufer wie seit vielen Jahren nicht mehr sind beim 22. WVV Marathon Würzburg an den Start gegangen. Und fast alle von ihnen erreichten am 26. Mai 2024 bei guten äußeren Bedingungen auch wieder das Ziel am Veranstaltungsgelände Congress Centrum. Zusammen mit den Kinderläufen am Samstag im Ringpark sowie dem Firmenlauf in Eibelstadt zehn Tage zuvor liefen knapp 5.0000 Sportlerinnen und Sportler die verschiedenen Distanzen der Würzburger Marathon-Veranstaltung.

Die Königsdisziplin des WVV-Marathons bewältigten letztendlich 477 erfolgreiche Finisher – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nach den Voranmeldungen hatten die Veranstalter sogar mit einer noch etwas höheren Zahl spekuliert, doch die im Tagesverlauf ansteigenden Temperaturen bewegten den einen oder die andere dazu, es bei der halben Distanz zu belassen.

So viel Vernunft erfreut natürlich auch die Einsatzkräfte. Uwe Kinstle von der Johanniter Unfallhilfe rechnete bei der Pressekonferenz rund vier Stunden nach dem Start damit, dass seine Leute nun angesichts der Wärme etwas mehr zu tun bekämen. Insgesamt sei der Tag aber relativ ruhig verlaufen. Genau wie Jörg Neun vom Ordnungsamt der Stadt Würzburg attestierte er der gesamten Veranstaltung einen reibungslosen Ablauf, was angesichts des eingespielten Organisationsteams nicht überraschend ist.

Ausgesprochen zufrieden mit dem Marathon in Würzburg 2024 waren naturgemäß die Sieger. Als erster überquerte Sebastian Böck von der TG Würzburg nach 2:42:19 Stunden die Ziellinie. Erst nach Kilometer 40 konnte er Michael Kirchberger (Oberbubach) ein- und überholen, der somit mit weniger als einer Minute Rückstand auf den zweiten Platz kam. Auch der drittplatzierte Peter Hoehne (Eichenzell) erreichte schon gut eine Minute nach dem Sieger das Ziel. Als Vierter lief, geleitet von seinen Guides, der Parasportler und deutsche Rekordhalter der Sehbehinderten Tien-Fung Yap ein.

Tolle Atmosphäre an und auf der Strecke

Ebenfalls nicht groß war der Abstand zwischen den schnellsten Damen. Marlena Götze aus Sindelfingen feierte mit dem Sieg beim WVV-Marathon in 2:55:26 Stunden ein ausgesprochen erfolgreiches Marathon-Debüt. Doch auch die zweitplatzierte Mona Grewe (Kassel) zeigte sich angesichts einer neuen persönlichen Bestzeit mehr als zufrieden mit ihrem Lauf. Das Siegertreppchen komplettierte Alice Robinson, die extra aus Großbritannien zum Marathon nach Würzburg angereist war. Und genau wie alle anderen Spitzenläuferinnen und -läufer sowie sicherlich die allermeisten stolzen Gewinner einer Finishermedaille zeigte sie angetan von der guten Atmosphäre auf der Strecke, an der neben den zahlreichen Bands auch das diesmal besonders engagierte Publikum seinen Anteil hatte.

Prominente Sieger gab es beim WVV-Halbmarathon. Schnellster Läufer war der letztjährige Marathonsieger. Philipp Karpeles ging wegen Trainingsrückstands in diesem Jahr nur über die halbe Distanz an den Start. Die konnte er in 1:11:53 Stunden dann aber souverän für sich entscheiden. Schnellste Frau war die ehemalige Profitriathletin der Weltklasse Yvonne van Vlerken. Die Niederländerin verband einen privaten Würzburg-Besuch mit einem Halbmarathon-Start. In 1:20:57 zeigte sie der starken jüngeren Konkurrenz, was sie noch zu leisten im Stande ist.

Schnellste Teilnehmerin des Takenet-10-km-Laufs war Annabel Geis, schnellster Mann über diese Distanz Giacomo Francisci. Die Staffelwertung gewann das Team von Absolute Run Crew Würzburg.

Und dann gab es noch einen Abschied zu verkünden: Nach 20 Würzburg-Marathons in verantwortlicher Position übergibt Günter Herrmann seinen Posten als Organisationsleiter an seinen Sohn David Lux. „Wir haben uns Jahr für Jahr gesteigert. Dafür danke ich meinem Team und allen Partnern, vor allem der WVV, die uns mit 100 Prozent Energie unterstützt.”

Beinahe selbstverständlich bezeichnete Herrmann auch den 22. WVV-Marathon wieder als den besten der Würzburger Marathon-Geschichte. Ein Haar in der Suppe fand er in diesem Jahr trotzdem. „Dass kein Würzburger Bürgermeister zum Start des Würzburger Marathons gekommen ist, hat mich enttäuscht.“

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