So viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie – schnellste Läuferin beim Halbmarathon kommt aus Würzburg
Über so viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie konnte sich der WVV Marathon Würzburg am 10. Mai 2026 freuen. Rund 7.000 Anmeldungen und über 6.000 Starter bedeuten Rekordergebnisse in der 24-jährigen Geschichte der Laufveranstaltung. Besonders der Halbmarathon profitierte vom Laufboom: 3.800 Finisher absolvierten die 21,1 Kilometer, nochmals 1.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2025.
Schnellster dieses riesigen Teilnehmerfeldes war Jakob Breinlinger vom TV Alzey. In 1:12:03 Stunden feierte er einen souveränen Start-Ziel-Sieg und setzte sich deutlich vor Luis Bonfig (TSV Iphofen) und Thomas Heß durch. Bei den Frauen blieb der Sieg in Würzburg. Delia Leibfried (Absolute Run Crew Würzburg) gewann in neuer persönlicher Bestzeit von 1:21:32. Bereits 17 Sekunden später folgte in einem spannenden Rennen Elina Gradl (SC Kemmern). Platz drei ging an Tamara Morent.

Marathon-Begeisterung in Unterfranken
Nicht nur die Sieger, sondern viele weitere glückliche Finisher lobten die Stimmung entlang der leicht modifizierten Laufstrecke mit noch mehr Abschnitten am Main entlang. Dort am Fluss wie auch in der Innenstadt sorgten persönliche Fans der Sportler und andere Zuschauer für Gänsehaut-Atmosphäre. Daran hatten auch die zahlreichen Bands am Streckenrand sowie der „rasende Reporter” Jan Fitschen ihren Anteil. Der frühere Europameister zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Marathon-Begeisterung der Unterfranken.
Sonnenschein kostet Kraft
Ein echter Pluspunkt für das Publikum, aber eine Herausforderung speziell für die Marathonläufer war das frühsommerliche Wetter mit strahlendem Sonnenschein. Das bekam auch Marathonsieger Alexander Bier von der LG Eckental zu spüren. Nachdem er zur Hälfte des Rennens noch auf Kurs 2:27 war, erreichte er das Ziel schlussendlich nach 2:32:48 Stunden. Ernsthaft gefährdet war sein Sieg beim Marathon-Debüt jedoch nie. Das Podest komplettierten Maximilian Lang sowie Vorjahressieger Florian Koch.

Das Frauenrennen war geprägt von zahlreichen Führungswechseln. Am Ende hatte am Muttertag die junge Mutter Nina Hauck (Adidas Runners Munich) die Nase vorn. Sie war mit dem Ziel nach Würzburg gekommen, erstmals die 3-Stunden-Marke zu unterbieten. Das gelang ihr in 2:59:20 punktgenau – und den Sieg beim WVV Marathon gab es obendrauf. Mit ihrem gleichmäßigen Tempo überholte sie nach und nach alle schneller gestarteten Läuferinnen, die der Hitze Tribut zollen mussten. Mit ihr auf dem Podium standen Emilia Bergerhoff und Martina Dannheimer.
Einsatzkräfte hatten weniger zu tun
Insgesamt 888 Marathon-Finisher bedeuten zwar keinen neuen Rekord, aber den besten Wert seit dem Jahr 2010. Hinzu kamen noch 300 Sportlerinnen und Sportler in den Staffeln sowie 900 Teilnehmende im MetaComp FunRun über 10 km. Auch hier wurden in diesem Jahr schnelle Zeiten erzielt. Bastian Markgraf war in 33:25 schnellster Läufer, Eva Maria Sulzer in 36:05 schnellste Läuferin.

Besonders erfreulich aus Sicht des Veranstalters: Trotz größeren Teilnehmerfelds und wärmerer Temperaturen hatten die Einsatzkräfte weniger zu tun als in den Vorjahren. „Wir hatten ebenfalls einen Rekord, und zwar im positiven Sinn”, bilanzierte Uwe Kinstle von der Johanniter Unfallhilfe. Somit konnte Organisationsleiter David Lux rundum zufrieden auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Sein besonderer Dank galt den 500 ehrenamtlichen Helfern. Zudem lobte er die bewährt gute Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg und der Polizei.
Möglich ist ein solches Event nur dank der Unterstützung von Sponsoren. Die ist in Würzburg auch in den kommenden Jahren gegeben: Dr. Dörte Schulte-Derne, Geschäftsführerin von Titelsponsor WVV, freut sich, das erfolgreiche Teamwork mit dem Stadtmarathon-Verein weiter fortzusetzen.



