Mainfranken Theater immer teurer und noch lange nicht fertig

Das Mainfranken Theater: Die Sanierung kostet den Steuerzahler mittlerweile wohl weit über 100 Millionen Euro. Fertig wird der klotzige Bau aber noch lange nicht. Foto Daniel Karmann/dpa

Weitere Probleme bei Sanierung des Mainfranken Theaters: Kosten explodieren auf über 100 Millionen Euro – Architekt zieht sich mitten im Projekt zurück

Schlechte Nachrichten für das Mainfranken Theater: Die Sanierung gerät immer mehr zum Geduldsspiel – und die Kosten steigen unaufhörlich weiter. Weil sich das Haus und ein Architektenbüro aus Hamburg zum Jahresende trennen werden, wird sich das Ende der Bauarbeiten aller Voraussicht nach weiter verzögern. Das teilte der Geschäftsführende Theaterdirektor Dirk Terwey mit. Nach den ersten Plänen sollte das Theater-Haupthaus in diesem Jahr wiedereröffnet werden, nun könnte es vier Jahre später werden.

Die Geschäftsführung des Architektenbüros saniere sich derzeit wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Eigenverwaltung, schrieb Terwey. Daher könnten viele der noch nötigen Planungsleistungen nicht mehr erbracht werden. Nun seien neue Vergabeverfahren nötig.

Auch die Kosten werden sich wohl erhöhen. Im Jahr 2018 waren noch 72 Millionen Euro veranschlagt worden. Nun stehen mindestens 103 Millionen Euro im Raum – Tendenz steigend, aber noch nicht absehbar.

Das Mainfranken Theater Würzburg, das in ein Staatstheater umgewandelt werden soll, ist eine Großbaustelle. Seit Sommer 2020 ist es gesperrt, damit das 1966 gebaute Haus saniert werden kann. Zudem erhält es eine neue kleine Spielstätte – auch hier gibt es Verzögerungen. Ursprünglich sollte das „Kleine Haus“ im Herbst 2020 eröffnet werden. „Wir sind derzeit zuversichtlich, dass das in diesem Herbst nun gelingen wird“, sagt Terwey. (dpa)

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