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Gesundheit & Fitness

Klinik für Chinesische Medizin ist 1. private Corona-Klinik

Als erstes Privatkrankenhaus in Unterfranken bekam die Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen am Donnerstag, 9. April die ersten potentiellen COVID-19 Patienten zugewiesen. Die eigenen Patienten der auf chinesische Medizin spezialisierten Klinik wurden vorher entlassen – dies entspricht der Anweisung der Staatsregierung, auch in den privaten Krankenhäusern für freie Bettenkapazität zu sorgen.

Klinik am Steigerwald kümmert sich um COVID-19 Patienten

Im Hintergrund hat sich die Belegschaft der Klinik unter Federführung des Chefarztes Dr. Christian Schmincke, der viele Jahre am Max-Planck-Institut für Virusforschung tätig war, auf die Aufnahme und Behandlung von Corona-Patienten gründlich vorbereitet. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie hat die Klinik in Gesprächen die Unterstützung nach allen Kräften angeboten. Durch den Aufnahmestopp in den Altenheimen der Umgebung gab es vermehrt Probleme, die fast oder ganz entlassungsfähigen Patienten nach einem Aufenthalt im Akutkrankenhaus in einer Nachsorgeeinrichtung unterzubringen.

Nach Prüfung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGk) für den Bereich Main-Rhön, hat deren ärztlicher Leiter Dr. Mildner vom St. Josephs Krankenhaus in Schweinfurt, sowohl die medizinische, als auch räumliche Situation in der Klinik am Steigerwald als geeignet und sinnvoll befunden, diese Patienten aufzunehmen. Dr. Mildner lobt in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit zwischen Katastrophenschutz und der Klinik.

Chefarztes Dr. Christian Schmincke war viele Jahre am Max-Planck-Institut für Virusforschung tätig.

„Abstromklinik“ für Patienten mit mildem Verlauf

Die Klinik am Steigerwald wird damit zu einer sogenannten Abstromklinik. Dies bedeutet, dass vor allem Patienten untergebracht werden, die einen milden Verlauf der Erkrankung haben werden und daher nicht mehr einen Platz in einem anderen Akutkrankenhaus mit Intensivstation benötigen. Außerdem werden Patienten aus Pflegeeinrichtungen und Altenheimen aufgenommen, zwar negativ getestet wurden, aber vorläufig aufgrund des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr in ihre Einrichtung zurückkehren dürfen.

Als die ersten Patienten aufgenommen wurden, war noch unklar, ob diese Menschen positiv oder negativ auf Covid-19 getestet sind. Die Ärzte des Privatkrankenhauses führen daher vor Ort Tests durch. Bis zum Testergebnis werden alle Patienten als potentiell Sars Cov 2 positiv behandelt. Die Unterbringung erfolgt in Einzelzimmern.

Bei vorliegendem Testergebnis gibt es aufgrund der räumlichen Besonderheiten architektonisch getrennt einen Trakt für Nicht- Infizierte und einen Trakt für Infizierte oder wahrscheinlich Infizierte. Ein Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern kümmert sich ausschließlich um die positiv getesteten Patienten, ein weiteres um die negativ getesteten.

„Geschult, motiviert und gut vorbereitet“

Entsprechende hygienische Wege der Versorgung sind mit Hilfe aller Mitarbeiter in den letzten Tagen unter Hochdruck erarbeitet worden. Das ärztliche Team um Chefarzt Dr. Christian und Oberarzt Paul Schmincke sieht sich gut gerüstet. Es hat intensive Vorbereitungen gegeben, auch im Austausch mit Dr. Mildner vom Krankenhaus St. Josef Schweinfurt, der Vorrat an notwenigen Medikamenten, an Hygienemaßnahmen, ist den Vorschriften entsprechend umgesetzt.

Dem medizinischen Team der Klinik stehen der Methodenpool der Schulmedizin, als auch der Naturheilkunde zur Verfügung. Jeder Mitarbeiter, von der Ärzten über die Pflegenden, die Küche, bis zur Raumpflege sind geschult, motiviert und gut vorbereitet ihren notwendigen Beitrag in dieser Krise zu leisten.

Über die vom FüGk gestellten Mengen an Schutzkleidung hinaus, näht die Klinik über Mitarbeiter, deren Angehörige und private Kontakte selbst Schutzkleidung und Atemmasken.

Wie lange die COVID-19 bezogenen Patienten in der Klinik am Steigerwald behandelt werden ist noch unklar. Die eigentlichen Patienten der Klinik befinden sich in der Warteschleife, zeigen viel Verständnis für die jetzige Situation und werden, soweit möglich telefonisch weiter betreut.

Weitere Info: www.tcmklinik.de

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