Arthrose: Was tun, wenn man „auf der Felge geht“?

Arthrose des Hüft- und Kniegelenks: „Infotreff Gesundheit“ der Rotkreuzklinik Würzburg

Der erste „Infotreff Gesundheit“ der Rotkreuzklinik Würzburg nach der Corona-Zwangspause widmet sich der fortgeschrittenen Arthrose des Hüft- und Kniegelenks. Privatdozent Dr. Manuel Weißenberger informiert am Montag, 20. Juni 2022 ab 18.30 Uhr über konservative sowie operative Therapiemöglichkeiten und wirft einen Blick auf zukünftige Behandlungsverfahren.

„Arthrose ist eine Volkskrankheit. Man versteht darunter eine fortgeschrittene Schädigung des Gelenkknorpels, die nicht von selbst heilt“, erklärt Weißenberger. „Theoretisch betrifft die Arthrose alle Gelenke. Am häufigsten sind jedoch das Hüft- und Kniegelenk betroffen.

Sind diese Gelenke von einer fortgeschrittenen Arthrose in Mitleidenschaft gezogen, ist meist die Mobilität und damit die Lebensqualität empfindlich eingeschränkt. In diesem Stadium kann die schützende Knorpelschicht komplett verschlissen sein ̵ man geht quasi auf der Felge“, so der Orthopäde. Er weist darauf hin, dass vor einem operativen Eingriff stets alle konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein sollten.

Infotreff-Gesundheit-Arthrose
PD Dr. med. Manuel Weißenberger.

Für eine genaue Abklärung sind neben einer umfassenden Anamnese und klinischen Untersuchung das klassische Röntgenbild und in manchen Fällen auch ein MRT erforderlich. „Wenn eine gelenkersetzende Operation notwendig werden sollte, stehen uns unterschiedlichste Verfahren zur Verfügung. Moderne Prothesendesigns, minimal-invasive Zugangswege sowie eine intensive Betreuung des Patienten um die Operation herum haben die Hüft- und Knieendoprothetik zu einem erfolgreichen und sicheren operativen Verfahren gemacht. Der erfahrene Operateur berichtet, dass die Lebensdauer der eingesetzten Endoprothesen im Durchschnitt mindestens 15 Jahre beträgt, kontinuierlich zunimmt und im Einzelfall 25 bis 30 Jahre umfassen kann.

Aktuelle und zukünftige Arthrosebehandlung

In seinem Vortrag möchte Weißenberger aufzeigen, wie es zum Gelenkverschleiß kommt, welche Symptome bei fortgeschrittener Arthrose des Hüft- und Kniegelenks auftreten und wann ein operativer Eingriff sinnvoll ist. Neben der Darstellung der derzeit aktuellsten Operationsmethoden gibt er einen Überblick über seinen Forschungsschwerpunkt, die Zukunft der Arthrosebehandlung. „Neue Therapieansätze mit Stammzellen, künstlich hergestelltem Knorpelersatzgewebe oder innovativen medikamentösen Verfahren werden mutmaßlich bei einem Teil der Patienten den Einsatz von Kunstgelenken in Zukunft zumindest aufschieben können“, ist der Arthrose-Spezialist zuversichtlich. Anschließend steht er für Fragen zur Verfügung.

Kostenlose Vortragsreihe „Infotreff Gesundheit“

Der Vortrag aus der Reihe „Infotreff Gesundheit“ der Rotkreuzklinik Würzburg richtet sich an interessierte Bürger und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rotkreuzklink bittet jedoch um die Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Die Vorträge in der Berufsfachschule für Krankenpflege gegenüber der Klinik finden in loser Reihenfolge statt.

Fortgeschrittene Arthrose des Hüft- und Kniegelenks

  • Montag, 20. Juni 2022, Beginn 18.30 Uhr
  • Saal der Berufsfachschule für Krankenpflege (gegenüber der Rotkreuzklinik, Kapuzinerstraße)
  • Referent: PD Dr. med. Manuel Weißenberger, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Endoprothetik-Zentrum der Rotkreuzklinik Würzburg, Praxis OCW Würzburg
  • Eintritt frei

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