Hyundai i10 N Line: Mit drei Zylindern flott unterwegs

Der neue Hyundai i10 N Line ist ein flotter Flitzer mit kleinen roten Erkennungsmerkmalen und 100 PS unter der Haube. Foto Hyundai

wob-Fahrbericht: Der Hyundai i10 N Line ist mit 100 PS das Spitzenmodell der Baureihe

Sie war bereits beim Start der dritten Generation des Hyundai i10 im Februar angekündigt worden, jetzt ist sie für den koreanischen Kleinstwagen, der im türkischen Izmit gebaut wird, verfügbar: Bei der neuen Spitzenmotorisierung der i10-Baureihe – Hyundai i10 N Linehandelt es sich um einen Dreizylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, der aus knapp einem Liter Hubraum eine Leistung von 100 PS erwirtschaftet. Damit spurtet der kleine Fünftürer in 10,5 Sekunden bis Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h.

von unserem wob-Testpiloten Thomas G. Zügner

Mit einer sportlicheren Optik hebt sich das ausschließlich in der Ausführung N Line erhältliche Topmodell von seinen schwächeren Brüdern ab, die unverändert wahlweise entweder einen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 PS oder einen 84 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder unter der Haube tragen. Drei rote Dreiecke im schwarzen Kaskaden-Kühlergrill unterstreichen den sportlichen Charakter ebenso wie die roten Leisten an der Front und um den angedeuteten Diffusor mit dem Doppelrohrauspuff am Heck. Ebenfalls in Rot ausgeführt sind die i10-Schriftzüge an den hinteren Dachpfosten.

Durch die veränderte Frontschürze übertrifft der i10 N Line seine Familienmitglieder in der Länge um einen halben Zentimeter. Im Innenraum finden sich rote Akzente an den umrandeten Luftauslässen, dazu N-Logos an Lederlenkrad und Schaltknauf sowie eine Sportpedalerie in Aluminium-Optik. Das Platzangebot im Fond ist zumindest für zwei Personen durch die Einbuchtungen an den Rückseiten der Vordersitze für diese Fahrzeugklasse erstaunlich luftig ausgefallen. Keinerlei Abstriche sind beim Kofferraum zu machen, der je nach Positionierung der Rücksitzlehne zwischen 252 und 1050 Liter fasst. Der höhenverstellbare Kofferraumboden ermöglicht bei maximalem Stauraum eine ebene Ladefläche.

Schon bei niedrigen Drehzahlen viel Zugkraft

Fahrspaß ist mit dem neuen Topmotor, der auch im etwas größeren Hyundai i20 zum Einsatz kommt, garantiert. Der Dreizylinder bietet schon bei niedrigen Drehzahlen viel Zugkraft. Laut NEFZ-Norm kommt er mit 4,8 Litern Super 100 km weit, die praxisnähere WLTP-Messmethode bescheinigt ihm einen Verbrauch von 5,4 Litern. Nach einer zügigen Testrunde über kurvenreiche Straßen des Taunus errechnete der Bordcomputer einen Wert von 6,8 Litern. Der Fronttriebler bringt seine Leistung zumindest auf trockener Fahrbahn sauber auf die Straße. Das Fahrwerk mit veränderten Stoßdämpfern und Federn bietet in Verbindung mit den etwas breiteren Niederquerschnittsreifen komfortables Abrollen. Die einen Tick direkter übersetzte Lenkung hätte dagegen noch einen etwas tieferen Eingriff der Ingenieure vertragen.

Mit 18316,30 Euro schlägt der neue Hyundai i10 N Line zu Buche. Wie bei allen i10-Modellen sind Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und autonome Notbremse serienmäßig. Nach Einschätzung von Marketingdirektorin Christina Herzog werden sich zwölf Prozent der i10-Käufer für die Spitzenversion entscheiden. 45 Prozent werden zum 1,2-Liter-Motor greifen, 43 Prozent dürften sich mit dem Einstiegsaggregat zufrieden geben, dessen Preise bereits bei 10.712,94 Euro beginnen.

Hyundai i10 N Line

  • Motor: 1,0-Liter-Benziner mit 100 PS
  • Antrieb: Vorderrad
  • Länge/Breite/Höhe: 3675/1680/1483 mm
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 10,5 sec.; Vmax: 185 km/h
  • WLTP-Normverbrauch: 5,4 Liter Super/100 km
  • Preis: 18.316,30 Euro

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