Der Subaru Outback 2.5i Platinum im wob-Autotest

Subaru Outback 2.5i Platinum: Kombi mit SUV-Merkmalen bei Optik, Allrad und Bodenfreiheit. Foto Thomas G. Zügner

von wob-Testpilot Thomas G. Zügner (für mehr Autotests hier klicken)

Der Subaru Outback 2.5i Platinum: Japanischer Kombi mit SUV-Merkmalen

Eigentlich ist der neue Subaru Outback 2.5i Platinum ein Kombi der gehobenen Mittelklasse. Aber er weist unverkennbare Merkmale eines SUV auf.

Design: Das betrifft die Optik mit unlackierten Kunststoffbeplankungen und einem angedeuteten silberfarbenen Unterfahrschutz vorne wie hinten. Das tangiert aber auch die verschiedenen Modi, mit denen sich der permanente Allradantrieb auf den jeweiligen Einsatz „schärfen“ lässt. Außerdem weist der Japaner mit 21,3 cm eine Bodenfreiheit auf, mit der er so manchen Möchtegern-SUV übertrifft und auch vor leichtem Gelände nicht resigniert..

Innenraum: Gegenüber dem Vorgänger ist der auf einer neuen Plattform stehende Outback nicht unwesentlich gewachsen. Entsprechend großzügig ausgefallen ist das Platzangebot, von dem besonders die Mitfahrer im Fond profitieren, die dort komfortabel untergebracht sind. Auch beim Kofferraum braucht sich der Kombi nicht verstecken. Das 561 Liter fassende Gepäckabteil vergrößert sich nach Umklappen der Rücksitzlehne auf stattliche 1750 Liter bei komplett ebener Ladefläche. Neu ist der Armaturenträger mit hochformatigen Display. Allerdings müssen eine ganze Reihe von Einstellungen wie die Sitzheizung vorne über den Berührungsbildschirm vorgenommen werden. Das ist wenig intuitiv und lenkt vom Verkehrsgeschehen ab. Damit steht die Bedienung im Widerspruch zum sonst hohen Sicherheitsniveau des Outback. Der Fernost-Kombi scannt sogar das Gesicht des Fahrers. Schaut dieser über eine längere Zeit nicht auf die Straße, schlägt das Überwachungssystem Alarm.

Antrieb: Neben dem Allradantrieb setzt Subaru traditionell auf Boxermotoren. Auch wenn der Hubraum mit 2,5 Litern unverändert blieb, sind beim Vierzylinder-Saugbenziner 90 Prozent der Bauteile neu oder überarbeitet. Die Leistung sank von 175 auf 169 PS, dafür erhöhte sich die Zugkraft von 235 auf 252 Nm.

Der Subaru Outback 2.5i Platinum fühlt sich eher auf der gemütlichen Langstrecke wohl

Fahrbetrieb: Ein besonders sportlicher Typ ist der Direkteinspritzer aber nicht. Selbst im Sport-Modus bleibt das Temperament eher zurückhaltend. Zum trägen Charakter trägt auch das stufenlose CVT-Automatikgetriebe bei, das im manuellen Modus acht Schaltstufen simuliert. Beim kräftigen Beschleunigen steigert sich die Tonlage in ein teilweise nerviges Aufheulen, während die Zunahme der Drehzahlen sich nicht in einer entsprechenden Geschwindigkeitserhöhung niederschlägt. Zudem ist der Boxer kein Kostverächter. Bei zügiger, aber keineswegs scharfer Fahrweise sind fast zehn Liter Super auf 100 km einzukalkulieren, im „Tiefflug“ über die Autobahn rauscht der Verbrauch locker in den zweistelligen Bereich.

Fazit: Der neue Subaru Outback 2.5i Platinum liebt eher die gemütlichere Langstrecke als den spritzigen Auftritt. Bei der besonders umfangreich bestückten Platinum-Ausstattung hat Subaru tief ins Regal gegriffen. Eine weiterentwickelte Stereokamera direkt an der Frontscheibe über dem Innenrückspiegel bietet unter anderem eine Notbremsfunktion bis 50 km/h, eine Warnung beim Anfahren, falls ein Hindernis im Weg ist oder eine Ausweichfunktion mit selbsttätiger Notlenkung. Beim Rückwärtsfahren warnen elektronische Heinzelmännchen vor Querverkehr.

Technikcheck Subaru Outback 2.5i Platinum

Motor: 4-Zylinder-Boxer-Benziner, 2498 ccm, 169 PS

Antrieb: Permanenter Allrad

Länge/Breite/Höhe: 4870/1875/1675 mm

Gewichte: leer 1749 kg; gesamt 2200 kg

Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h: 10,2 sec.; Vmax: 193 km/h

Verbrauch: WLTP-Norm 8,6 l; wob-Test 8,45 l Super/100 km (Tank 63 l)

Preis: 45.990 Euro      tgz

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