Würzburger Kickers und Trainer Trares trennen sich

Nicht mehr Trainer der Würzburger Kickers: Bernhard Trares verlässt den Platz. Foto: Timm Schamberger/dpa

Würzburg (dpa/lby) – Die Würzburger Kickers haben kurz vor dem Showdown im Abstiegskampf der Zweiten Fußball-Bundesliga den nächsten Trainerwechsel vorgenommen: Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel des Schlusslichts am Sonntag beim Tabellenvorletzten SV Sandhausen trennten sich die Unterfranken und Trainer Bernhard Trares.

Der 55-Jährige war nach Michael Schiele (1. und 2. Spieltag) und Marco Antwerpen (3. bis 7. Spieltag) bereits der dritte Coach des Aufsteigers. Ralf Santelli, Cheftrainer im Nachwuchsleistungszentrum, und Sebastian Schuppan, Vorstand Sport, werden bis auf Weiteres die Aufgaben von Trares übernehmen.

„Da ich in meiner gesamten Trainer-Laufbahn immer das Wir und nicht das persönliche Ich im Vordergrund gesehen habe, hoffe ich, dass mit meiner Beurlaubung vielleicht noch der ein oder andere Impuls bei der Mannschaft freigesetzt werden kann“, sagte Trares laut Mitteilung vom Freitag.

Letzte Chance im Kellerduell?

Vor dem 27. Spieltag hatte Trares noch auf die Bedeutung des Duells Sandhausen – Kickers (13.30 Uhr/Sky) verwiesen. „17. gegen 18. – das sagt schon alles aus.“ Der frühere Profi des TSV 1860 München und von Werder Bremen hatte die Kickers im November übernommen.

Bei einem Sieg in Sandhausen würden die abgeschlagenen Würzburg wieder bis auf drei Zähler an den gastgebenden Tabellenvorletzten heranrücken – bei einem Spiel weniger. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang.

„Es liegt einzig und allein an der Mannschaft. Ohne Wenn und Aber. Ich will ein Team auf dem Platz sehen, dass für den Club alles – wirklich alles – dem gemeinsamen Erfolg unterordnet“, forderte Schuppan. „Da ich zu Bernhard ein sehr freundschaftliches Verhältnis habe, ist uns beiden das Gespräch nicht leichtgefallen. Es stand für uns beide von Anfang an fest, immer im Sinne des Vereins eine Entscheidung zu treffen, um vielleicht doch noch den ein oder anderen Impuls setzen zu können.“

Bei einer Niederlage beim SV Sandhausen, der das Hinspiel 3:2 gewann, dürften die Chancen auf den Klassenverbleib vermutlich nur noch theoretischer Natur sein. „Am Ende spielt es keine Rolle, gegen wen wir die Punkte holen müssen“, sagte Stürmer Ridge Munsy, der zuletzt beim 1:1 gegen Regensburg traf.

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