Runterschalten im Advent

Mit gesunden Zutaten üben Kinder bei der Adventsbäckerei den richtigen Umgang mit Süßem. Foto © AOK-Mediendienst

Advent: AOK-Ernährungsexpertin mit Tipps für Körper, Geist und Seele

In der Adventszeit stellen sich Stille und innere Einkehr selten von alleine ein. Doch gerade unter den schwierigen Bedingungen dieses Jahres kann es gelingen, in den Wochen vor Weihnachten einmal kürzer zu treten und zu entschleunigen. „Seien es ausgedehnte Spaziergänge, Lese- und Teestunden oder auch Entspannungsübungen, die Körper, Geist und Seele ansprechen“, so Ulrike Jaques, Ernährungsexpertin von der AOK in Würzburg. Doch der Advent bietet auch Gelegenheit für Aktivitäten in der Familie.

Advent: Zeit für Gemeinsamkeit – im Freien…

Gerade bei Schmuddelwetter ist es hilfreich, wenn jemand die Initiative ergreift und die anderen zur Bewegung im Freien anspornt. „Es brauchen ja nicht gleich zehn Kilometer Joggen oder Skilanglauf sein“, meint Ulrike Jaques. Eltern fördern an sich durch alle gemeinsamen Aktivitäten mit den Kindern bereits deren Gesundheit. Dabei erlebt mehr als ein Drittel aller Eltern laut den jüngsten AOK-Familienstudien gemeinsame Bewegung als besonders schöne Familienzeit.

Ähnlich beliebt ist bei Groß und Klein die Weihnachtsbäckerei. Auch sie macht mehr Spaß, wenn man nicht ganz alleine vor sich hin werkelt. Das geht nicht nur Erwachsenen, sondern gerade auch Kindern jeden Alters so: Zutaten schnippeln, Teig kneten, Plätzchen ausrollen und ausstechen, das fertige Gebäck aufwendig und möglichst vielseitig dekorieren – da sind vor allem die Jüngsten gerne mit dabei.

…und in der Küche beim Plätzchenbacken

 „Beim Selberbacken im Advent lautet das Motto: Klasse statt Masse“, so Ulrike Jaques. Das rät sie ganz besonders bei der Auswahl der Zutaten und empfiehlt, das Gebäck auch mal aus Vollkornmehl herzustellen. In jedem Rezept kann mindestens zur Hälfte Weiß- durch Vollkornmehl ersetzt werden. Besonders gut lässt sich Vollkornmehl zusammen mit Haselnüssen, Haferflocken, Trockenfrüchten oder frischem, zerkleinertem Obst im Teig kombinieren.

Beim Backen kann meist die im Rezept angegebene Zuckermenge verringert werden, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Gerade wenn das Gebäck Trockenfrüchte enthält, wird aufgrund der natürlichen Fruchtsüße ohnehin weniger Zucker benötigt. Auch ein Teil der vorgegebenen Fettmenge kann beispielsweise durch Joghurt oder Buttermilch ersetzt werden.

Der Spaß ist das wichtigste

Zum Backen mit Kindern empfiehlt Ulrike Jaques einfache Rezepte zu bevorzugen und die Kinder altersgemäß am Vor- und Zubereiten zu beteiligen: „Um Stress zu vermeiden, ist es gut, von vornherein den Anspruch auf Perfektion aufzugeben und lieber darauf zu setzen, mit dem gemeinsamen Backen Erinnerungen fürs ganze Leben zu schaffen.“

Zum Ausprobieren empfiehlt Ulrike Jaques folgendes Rezept:

Haselnußkränzchen

Teig:

125 g fein gemahlenes Dinkel-Vollkornmehl

40 g flüssiger Honig

1 Eigelb

60 g Butter (kalt)

1 Prise Salz

1 Msp. gemahlenen Zimt

etwa 20 g Fruchtaufstrich, z.B. Johannis- oder Himbeere

Haselnußmasse:

1 Eiweiß

100 g flüssiger Honig

125 g sehr fein gemahlene Haselnüsse

1 Msp. gemahlenen Zimt

Aus den Teigzutaten einen Mürbteig herstellen und mindestens eine Stunde gekühlt ruhen lassen. Danach den Teig dünn ausrollen, kleine runde Plätzchen ausstechen, auf ein Backblech (gefettet oder mit Backpapier) legen und dünn mit dem Fruchtaufstrich bestreichen.

Das Eiweiß steif schlagen, vorsichtig mit Honig, Haselnüssen und Zimt verrühren. Die Masse in einen Spritzbeutel mit großer Tülle füllen und außen auf jedes Plätzchen ein Kränzchen spritzen. Bei 175 Grad etwa 15 – 20 Minuten backen.

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