Parkett verlegen leicht gemacht: Praktische Tipps und Tricks

Verkleben als dauerhafte Option: Parkett lässt sich klebend oder schwimmend verlegen. Verklebt bietet der Boden ein angenehmes Laufgefühl und lässt sich durch Abschleifen und Versiegeln von Gebrauchsspuren befreien. Foto © BayWa AG

Erfolgreich Parkett verlegen: Schwimmend oder verklebt?

„Verkleben“ und „schwimmende Verlegung“ sind die geläufigsten Arten, Parkett zu verlegen. Auf welche Besonderheiten Heimwerker bei diesen beiden Techniken achten sollten, erklärt eine Expertin von BayWa Baustoffe.

Eine schwimmende Verlegung gilt als die einfachste und schnellste Methode, Parkett zu verlegen. Hierzu benötigt man vor allem einen ebenen Untergrund und eine geeignete Trittschallmatte. Letztere sorgt für einen reduzierten Raum- und Trittschall. Je dicker die Trittschalldämmung, desto effektiver die Geräuschreduktion. Dann kann das Parkett auch schon verlegt werden: Mittels einer klassischen Nut-Feder-Verbindung oder eines Klick-Systems werden die einzelnen Platten auf dem Boden aufgebracht.

„Vor allem Klick-Systeme sind einfach zu handhaben und garantieren eine fugenfreie Oberfläche“, erklärt Mareen Mehling, Produktmanagerin im Fachbereich Wand- und Bodenbeläge bei der BayWa. Ein weiterer Vorteil: Der Raum ist sofort nach dem Verlegen nutzbar. Außerdem kann der Bodenbelag genauso schnell wieder entfernt werden, wie er verlegt wurde. Ein Pluspunkt vor allem bei Mietswohnungen oder Wohnungen, die nicht dauerhaft verändert werden dürfen.

Verklebter Bodenbelag ist langlebiger

Das Verkleben von Parkett ist für einen geschickten Heimwerker ebenfalls machbar und wird vor allem dann empfohlen, wenn der Raum eine Fußbodenheizung hat. Da die einzelnen Platten in diesem Fall vollständig mit dem Untergrund verklebt sind, entstehen keine Luftpolster zwischen Boden und Bodenbelag. Das führt zu einer optimalen Wärmeleitfähigkeit.

„Verklebtes Parkett bietet außerdem ein besseres Laufgefühl als schwimmend verlegtes“, erklärt Mehling. Obendrein sei ein verklebter Bodenbelag langlebiger und könne durch Abschleifen und Versiegeln der Oberfläche mehrmals renoviert werden.

Der Untergrund entscheidet

Welche Verlegeart die Richtige für ein Projekt ist, hängt primär vom Untergrund ab. Auf Teppich ist schwimmend verlegtes Parkett grundsätzlich unpassend, da die nötige Stabilität des Bodens fehlt.  Folglich könnten sich später Fugen bilden. Wer also schwimmend verlegen will, dem rät die Expertin der BayWa, vorab immer den Teppich zu entfernen.

Auch die jeweilige Parkettart spielt eine große Rolle: Während Fertigparkett zum Beispiel in beiden Verlegetechniken sehr gut verarbeitet werden kann, eignet sich Laminat nur für schwimmendes Verlegen.

„Schwimmend oder verklebt – das ist nicht zuletzt auch immer eine Frage des eigenen handwerklichen Könnens: Klick-Parkett eignet sich gut für Laien. Beim Verkleben hingegen sind erweiterte Heimwerkerkenntnisse Grundvoraussetzung für ein gelungenes Ergebnis“, so Mareen Mehling.

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