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Würzburg & Landkreis

Corona bringt Marktkaufleute und Schausteller in Not

Frühjahrsvolksfest und Häfelesmess (unser Bild stammt aus glücklicheren Tagen) fallen aus – und viele Schausteller und Marktkaufleute müssen sich fragen: Welche Durststrecke können wir ohne jede Einnahme und mit hohen laufenden Kosten durchhalten? Und wie lange wird die umsatzlose Zeit noch andauern?

Auch in Würzburg hat das Corona-Virus für die Schausteller und Marktkaufleute heftige Folgen. Das Frühjahrsvolksfest und die Verkaufsmesse auf dem Marktplatz fielen aus.

„Allen Beteiligten unseres Berufsstandes ist klar, dass die Gesundheit aller – die der Besucher und die eigene – im Vordergrund stehen muss“, sagt Petra Sämmer, 1. Vorsitzende der Bezirksstelle Würzburg im Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller e.V. „Problematisch ist aber der Wegfall jeglicher Einnahmen. Die Kosten für die rund 5.000 Schaustellerunternehmen und etwa 40.000 Marktkaufleute laufen weiter. Etwa 100.000 Beschäftigte wissen ebenfalls nicht, wie es weiter gehen soll.“

Letzter Verdienst für viele am 23. Dezember

Mit voller Wucht schlägt Corona zu Beginn der Saison 2020 zu. Für viele Marktkaufleute und Schausteller sei der letzte Tag, an dem etwas verdient wurde, der 23. Dezember des vergangenen Jahres gewesen, sagt Petra Sämmer. Seit Anfang des Jahres würden, wie jedes Jahr, die Geschäfte instandgesetzt, die Warenbestände für die neue Saison aufgestockt und Investitionen getätigt, um sich für die neue Saison vorzubereiten. In dieser Zeit seien auch schon die ersten Platzgelder für Volksfeste, Märkte und Messen zu bezahlen.

„Alle warten auf die Frühjahrssaison, die mit dem ersten Volksfest, dem Würzburger Frühlingsfest und der Marktveranstaltung in der Innenstadt, beginnt, damit wieder Geld verdient werden kann“, so Sämmer weiter. „Und dann? Nichts, die Traditionsveranstaltungen finden nicht statt. Die Veranstaltungen in Bayern und darüber hinaus fallen dem Coronavirus zum Opfer.“

Marktleute: „Vergesst uns bitte nicht“

Finanzielle Hilfen sind laut Sämmer nicht in Sicht. Die Berufsverbände fordern unbürokratische schnelle Unterstützung, aber die sei bisher nur ein Wunsch. „Unser Berufsstand bittet darum, nicht vergessen zu werden.“

Die Bezirksstelle Würzburg im Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller e.V. mit Sitz in München ist dankbar, dass die Stadtverwaltung Würzburg alles versucht, die Marktkaufleute und Schausteller zu unterstützen, dass Abwägungen getroffen werden, ob ein Volksfest oder ein Markt stattfinden können, so Sämmer. „Aber jetzt ist dringend finanzielle Hilfe angesagt, sonst ist es durchaus möglich, dass bis zum Ende der Corona-Krise viele Kolleginnen und Kollegen das finanzielle Aus ereilt hat.“

Welche Durststrecke können die Unternehmer ohne jede Einnahme und mit hohen laufenden Kosten durchhalten? Wie lange wird die umsatzlose Zeit andauern? „Es wäre unverantwortlich von der Regierung, wenn sie es zuließe, dass Existenzen und Traditionen wegen mangelnder finanzieller Hilfe vernichtet würden“, erklärt Petra Sämmer abschließend. „Deshalb fordern wir alle Politiker auf, unseren Markthandelsunternehmen, die oft Familienbetriebe oder sogar nur Einmannbetriebe sind, und Schaustellerbetrieben schnell und unbürokratisch zu helfen!“

Petra Sämmer, 1. Vorsitzende der Bezirksstelle Würzburg im Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller e.V.
  1. Herr Schmitt

    Was ich nicht verstehe haben solche Betriebe keine Rücklagen. Natürlich ist das blöd aber mir kommt es so vor als leben die alle von der Hand in den Mund.

    Mann muss sich doch Rücklagen für schlechte Zeiten schaffen und die letzten Jahre waren bestimmt keine schlechten Zeiten…

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