Bringt diese App unsere Freiheit zurück?

Landrat Thomas Eberth (2.v.l) und seine Mitarbeiter (von links) Andrè Feil, Sarah Eitelwein und Paul Justice haben sich die kostenfreie Luca-App zur Kontaktnachverfolgung schon heruntergeladen. Sobald das Gesundheitsamt die App in die Kontaktnachverfolgung eingebunden hat, ist eine digitale Kontaktdatenerfassung beim Besuch von Geschäften, Restaurants etc. möglich. Foto Dagmar Hofmann

Infektionsketten schnell unterbrechen: Landrat Thomas Eberth und das Gesundheitsamt Würzburg empfehlen die Kontaktdatenerfassung mit der Luca-App

Das Staatsministerium für Digitales hat für den Freistaat Bayern eine Lizenz zur Nutzung der Luca-App erworben und informiert, dass die Gesundheitsämter in Bayern nun so schnell wie möglich mit dem System ausgestattet werden. „Wir sind froh über die Entscheidung, da nun die digitale Kontaktdatenerfassung per Luca-App ein wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung werden kann“, freut sich Landrat Thomas Eberth in Würzburg.

Eberth hat die zuständigen Stellen im Gesundheitsamt bereits jetzt mit den vorbereitenden Arbeiten betraut. Denn nur so kann die unabdingbare Schnelligkeit bei der Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden: „Wir haben im Landratsamt auch in Abstimmung mit der Stadt Würzburg bereits verschiedene Apps geprüft und wurden vom Freistaat etwas ausgebremst. Daher ist es gut, dass jetzt Klarheit herrscht. Wir hoffen auf rege Nutzung der Luca-App durch die Bevölkerung“, so Eberth.

Wie funktioniert die App?

Die Bürger scannen beim Besuch eines Geschäftes, eines Restaurants, einer Bar oder einer anderen Location den vom Betreiber zur Verfügung gestellten QR-Code und registrieren sich damit. Im Infektionsfall stellt das Gesundheitsamt eine Anfrage zum Teilen der Kontaktdaten an die Bürger und die Betreiber. Sobald die Freigabe erfolgt ist, kann nur das Gesundheitsamt auf die Kontaktdaten zugreifen. So kann man mit großer Zeitersparnis Infektionsketten unterbrechen, indem die betreffenden Personen mittels App über den bestätigten Infektionsfall informiert werden.

Wie und ab wann kann die App genutzt werden?

Es ist bereits jetzt möglich, die App aus dem jeweiligen App-Store herunterzuladen und sich zu registrieren. Auch Betriebe und Organisationen können sich für die Web-Anwendung registrieren, die auf der Internetseite www.luca-app.de zur Verfügung steht, und sich auf die Nutzung vorbereiten. Die Nutzung der Luca-App ist kostenlos.

Betriebe können sich auch zu einem Webinar anmelden, um mehr zur Anwendung zu erfahren. Diese finden nach Auskunft des Anbieters Dienstag und Donnerstag jeweils von 11 bis 12 Uhr statt. Details dazu sind auf der Webseite www.luca-app.de zu finden.

Welche weiteren Vorteile bietet die Luca-App?

Für die Region Würzburg, die an das benachbarte Bundesland Baden-Württemberg angrenzt, ist weiter von Vorteil, dass die Luca-App auch dort verwendet wird. Das bedeutet für alle Bewohner aus Stadt und Landkreis Würzburg und insbesondere für Pendler, dass sie die App auch beim Überschreiten der Ländergrenzen problemlos weiter nutzen können.

Wie sieht es mit Datenschutz aus?

Nicht nur für das Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Würzburg als Untere Gesundheitsbehörde hat Datenschutz oberste Priorität. Auch bei den am Vergabeverfahren beteiligten Ministerien, dem Staatsministerium für Digitales und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, hat der Datenschutz höchsten Stellenwert. Die Luca-App ist, so der Kabinettbeschluss, unter anderem aufgrund der hohen Systemsicherheit ausgewählt worden.

Digitale Kontaktdatenerfassung auch ohne Smartphone?

Ja, das ist möglich. Hierzu kann ein Schlüsselanhänger bestellt werden, der dann als analoge Alternative zur App genutzt werden kann. Details dazu sind auf der Webseite der Luca-App nachzulesen: www.luca-app.de/schluesselanhaenger.

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